Donnerstag, 24.05.2012
Kartoffelernte in Bayern deutlich über langjährigem Durchschnitt
München - 2011 wird es in Bayern eine überdurchschnittliche Kartoffelernte von voraussichtlich
2,1 Millionen Tonnen geben.
Die Exporte Richtung Osteuropa sind aufgrund der tiefen Temperaturen ins Stocken gekommen.
© hapo/www.landpixel.de
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung
weiter mitteilt, wird die durchschnittliche Erntemenge der vorangegangenen
sechs Jahre trotz einer sechsprozentigen Flächenreduzierung um gut ein Zehntel
übertroffen. Als Durchschnittsertrag wird ein neuer Spitzenwert von fast 477 Dezitonnen
je Hektar erwartet. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung um
knapp 26 Prozent, gegenüber dem langjährigen Mittel ein Plus von gut 17 Prozent.
Anbaufläche hat sich geringfügig vergrößert
Nach dem Tiefststand im vergangenen Jahr erhöhte sich die von den bayerischen Landwirten
bewirtschaftete Kartoffelanbaufläche nach dem vorläufigen Ergebnis der Bodennutzungshaupterhebung
gegenüber dem Vorjahr geringfügig um gut ein Prozent bzw. knapp
500 Hektar (ha) auf 43 900 ha. Langfristig betrachtet wurde die mit Kartoffeln bestellte
Ackerfläche jedoch deutlich reduziert. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung
weiter mitteilt, hat sich die Kartoffelanbaufläche seit 1983 nahezu halbiert
und ist seit dem Höchststand im Jahr 1954 mit fast 321 000 ha um gut 86 Prozent gesunken.
In Bayern werden hauptsächlich die ertragstärkeren mittelfrühen und späten Sorten angebaut.
Ernte fällt heuer um 17 % höher aus als im Durchschnitt der Vorjahre
Nach den bisher ausgewerteten Ertragsmessungen im Rahmen der "Besonderen Ernte- und
Qualitätsermittlung", wird in diesem Jahr beim Durchschnittsertrag von Kartoffeln mit einem
neuen Spitzenergebnis von 476,7 Dezitonnen je Hektar (dt/ha) gerechnet. Dies sind 25,6
Prozent mehr als im vorangegangenen Jahr (379,4 dt/ha). Verglichen mit dem Durchschnitt
der Jahre 2005 bis 2010 (405,9 dt/ha) bedeutet dies ein Plus von 17,4 Prozent. Aufgrund
des Rekordertrags kann in diesem Jahr mit einer überdurchschnittlichen Kartoffelernte von
rund 2,1 Millionen Tonnen gerechnet werden. Gegenüber der witterungsbedingt schlechten
Ernte des Vorjahres (1,65 Millionen Tonnen) ist dies eine Steigerung um 27,0 Prozent bzw.
rund 444 600 Tonnen.
Die durchschnittliche Erntemenge der vorangegangenen sechs Jahre
(1,90 Millionen Tonnen) wird trotz einer sechsprozentigen Flächenreduzierung um 10,4 Prozent
übertroffen.
Innerhalb Deutschlands ist Bayern hinter Niedersachsen das zweitwichtigste Kartoffelanbauland.
Rund 17 Prozent des Kartoffelanbaus erfolgte 2011 im Freistaat, der Anteil an der Erntemenge
wird voraussichtlich bei etwa 17,5 Prozent liegen.
pd
Um ein Kommentar zu schreiben müssen Sie sich einloggen.