Durban - Im Zuge des UN-Klimagipfels von Kopenhagen haben viele Länder freiwillige Klimaziele vorgelegt. Ein Überblick:
Bis zum Jahr 2020 will Deutschland die Emissionen von Treibhausgasen um 40 Prozent reduzieren.
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Diese Ziele reichen aus wissenschaftlicher Sicht jedoch nicht aus, um die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen. Die EU und einige weitere Staaten möchten, dass wenigstens diese Ziele in einen neuen Klimavertrag einfließen.
China: Mit einem Ausstoß von 6,8 Milliarden Tonnen war das Riesenreich nach jüngsten Daten der Internationalen Energieagentur
(IEA) 2009 der weltgrößte CO2-Verschmutzer. Pekings Ziel: Der Ausstoß der Treibhausgase soll künftig nicht mehr ganz so stark zulegen wie das Wirtschaftswachstum. Es soll bis 2020 gemessen an der Wirtschaftsleistung um 40 bis 45 Prozent sinken. Als Referenzjahr nimmt Peking 2005.
USA: Die USA liegen mit 5,2 Milliarden Tonnen hinter China auf Platz zwei. Sie möchten die Treibhausgase bis 2020 um 17 Prozent senken.
Referenzjahr hierbei ist 2005. Im Verhältnis zum Referenzjahr 1990, das etwa die EU nimmt, wären das aber nur 4 Prozent.
EU: Die 27 Staaten haben eine Minderung der Emissionen um 20 Prozent bis 2020 beschlossen und vieles schon umgesetzt. Referenzjahr ist 1990. Wenn andere maßgebliche Länder mitspielen, soll die Vereinbarung auf 30 Prozent erweitert werden. Größter Verschmutzer der EU ist mit 750 Millionen Tonnen pro Jahr Deutschland.
Indien: Indien hat Russland mit 1,585 Milliarden Tonnen knapp überholt und liegt aus Platz drei. Sein nationales Ziel: Von 2005 bis 2020 sollen die Emissionen um 20 bis 25 Prozent weniger wachsen als die Wirtschaft.
Russland: Mit 1,532 Milliarden Tonnen auf Platz vier der weltweiten Rangliste will Russland seine CO2-Emissionen von 1990 bis 2020 um bis zu 25 Prozent vermindern. Klimaexperten weisen darauf hin, dass Russlands Ausstoß durch den Zusammenbruch der Industrie Anfang der 90er Jahre ohnehin schon um rund 30 Prozent gesunken ist.
Brasilien: Das Land will seine Emissionen gemessen an der Wirtschaftsleistung bis 2020 um fast 40 Prozent senken und damit rund eine Milliarde Tonne CO2 sparen. Etwa ein Viertel der Vorgabe soll erreicht werden, indem erheblich weniger Regenwald abgeholzt wird.
Dem Abgeordnetenhaus und der Präsidentin Dilma Rousseff liegt jedoch gerade ein Gesetz vor, dass den Waldschutz lockern könnte.
Japan: Mit 1,1 Milliarden Tonnen ist Japan fünftgrößter Klimasünder und will seine Treibhausgase bis 2020 um 25 Prozent reduzieren. Referenzjahr ist 1990.