Donnerstag, 24.05.2012
Antibiotika-Studie: Korrekturen nötig
Düsseldorf - 96,4 Prozent der Hähnchen in NRW werden mit Antibiotika behandelt. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie im Auftrag des Verbraucherministeriums. Das stimmt so nicht, wie jetzt bekannt wurde.
Das war die erste Stallgenehmigung mit öffentlichem Erörterungstermin.
© Mühlhausen/Landpixel
Die Untersuchung im Auftrag des Düsseldorfer
Verbraucherschutzministeriums war von Experten bemängelt worden.
Diese Kritik sei in einem Punkt zutreffend, räumte das Düsseldorfer Verbraucherministerium am
Donnerstag ein. Ein methodischer Zuordnungsfehler von Mastdurchgängen
habe dazu geführt, dass die ursprünglich genannte Zahl der mit
Antibiotika behandelten Masthähnchen von 96,4 Prozent "geringfügig"
zu hoch ausgefallen sei. Eine neue Zahl nannte das Amt nicht.
RWI mit Zweifeln an Zahlen und Methodik
Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI)
hatte Zweifel an der "missverständlichen Zahl" 96,4 Prozent und an
der Methodik geäußert. Die
Studie war zu dem Ergebnis gekommen, dass in der Hähnchenmast übermäßig viel Antibiotika verabreicht werde. Bei der Zahl von 96,4
Prozent sei Remmel aber einem Irrtum aufgesessen, hatten
RWI-Vizepräsident Prof. Thomas Bauer und der Dortmunder
Statistiker Prof. Walter Krämer kritisiert.
NRW ist mit fast 57 Millionen Masthähnchen pro Jahr einer der
wichtigsten Hähnchenproduzenten in Deutschland.
dpa/pd
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