
Für die eingegebene Quickfinder Nummer konnte kein Ergebnis gefunden werden.
Bitte geben Sie einen Suchbegriff ein.
Der Suchbegriff sollte mindestens 3 Zeichen beinhalten.
Sie wurden erfolgreich abgemeldet.
Bitte füllen Sie alle Felder aus.
Falls Sie noch nicht für agrarheute.com registriert sind klicken Sie hier.
Brotweizen
Globale Weizenernte nach unten korrigiert
Im Gegensatz zur Vorwoche bewegten sich die Weizennotierungen an der MATIF im Verlauf der letzten Handelstage in ruhigem Fahrwasser. Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) beließ seine Prognose für die deutsche Weizenernte unverändert bei 23,8 Millionen Tonnen, wies aber darauf hin, dass die Druschergebnisse regional qualitativ und quantitativ sehr heterogen ausfielen. Das französische Landwirtschaftsministerium geht davon aus, dass sich die Ernte in diesem Jahr auf etwas mehr als 35 Millionen Tonnen belaufen wird. In den Schätzungen der letzten Monate war das Ministerium noch von einer Produktion von 36,5 Millionenn Tonnen ausgegangen. Das USDA schätzt die EU-Weizenernte (inklusive Durum) mittlerweile nur noch auf 137,5 Millionen Tonnen (Vormonat: 141,8).
Endbestände der EU könnten sich verringern
Die globale Weizenernte wurde auf 645,7 Millionen Tonnen nach unten korrigiert, was in erster Linie mit der Dürre in Russland und Kasachstans begründet wurde. Die russische Ernte soll sich demzufolge auf 45 Millionen Tonnen belaufen Die Exporte sollen sich von 18 Millionen Tonnen im Vorjahr auf nur noch drei Millionen Tonnen reduzieren. Das Analystenhaus Strategie Grains zieht daraus den Schluss, dass die Weizenexporte der EU mit knapp 19 Millionen Tonnen wieder das hohe Niveau der letzten Kampagne erreichen dürften. Infolge dessen könnten sich die Endbestände in der EU um bis zu drei Millionen Tonnen verringern. Diese Zusammenhänge deuten darauf hin, dass sich keine grundlegende Trendwende für die Weizennotierungen an der MATIF abzeichnet und weiterhin das Potential für eine wieder freundlichere Tendenz vorhanden ist.
Braugerste
Handel mit ordentlichen Abschlägen
Die Braugerstenpreise konnten sich im Verlauf der letzten Handelstage stabilisieren. Die Preise an der Mosel liegen bei rund 205 Euro je Tonne Basis Juli, die Prämie gegenüber Futtergerste ist mit circa 15 Euro je Tonne auf ein Minimum zusammengeschmolzen. Abgeleitet von den Mosel-Notierungen würde sich ein Preis franko Oberrhein von etwa 215 Euro je Tonne Basis Oktober ergeben. Die Marktlage hat sich wenig geändert. Braugerste Ex Ernte wird mit ordentlichen Abschlägen gehandelt, da kaum Nachfrage von Seiten der Mälzereien besteht. Die Braugerstenernte in Deutschland kommt nur schleppend voran und es wird zunehmend von Qualitätsproblemen berichtet. Aus heutiger Sicht ist unverändert von einer stabilen Marktlage auszugehen.
Futtergetreide
Steigende Abgabebereitsdchaft in Süddeutschland
Während die Forderungen für Futtergetreide in der vergangenen Woche noch auf hohem Niveau lagen, pendelten sich die Kaufideen inzwischen auf einer deutlich niedrigeren Basis ein. Grund für die Trendwende ist die zurückhaltende Kaufbereitschaft der Kraftfutterwerke und eine steigende Abgabebereitschaft aus dem süddeutschen Raum, wo mit zunehmenden Qualitätsproblemen zu rechnen ist. Futtergerste wird derzeit mit 150 bis 155 Euro ab Station gehandelt. Die abgeebbte Nachfrage der Exporteure ist maßgeblich an der rückläufigen Tendenz beteiligt. Triticale wird derzeit kaum gehandelt. Der Marktpreis liegt aktuell bei etwa 170 Euro je Tonne franko Niederlande. Der hohe Abschlag für Futterroggen gegenüber Mahlroggen, der regional bis zu 45 Euro je Tonne ausmachen kann, zieht im Moment auch die Gerste und Triticale nach unten.
Ölsaaten
EU könnte sich zum größten Importeur für Rapsöl entwickeln
Die Konsolidierungsphase auf dem Rapsmarkt hielt zur Wochenmitte an. Bei durchwachsenen Umsätzen scheint der Markt etwas von seiner Eigendynamik eingebüßt zu haben und wieder stärker den Vorgaben des internationalen Marktumfeldes zu folgen. Das Rohöl stand gestern tief in den roten Zahlen. Die Sojabohne und auch der kanadische Canola erlitten weitere Kursverluste.
Die gestrige Schätzung des DRV brachte keine neuen Erkenntnisse. Die Erträge werden mit 3,8 Tonnen je Hektar auf dem durchschnittlichen Fünfjahresniveau gesehen Bei einer Anbaufläche von 1,475 Millionen Hektar ergibt sich somit eine Ernte von 5,6 Millionen Tonnen (2009/10: 6,3). In Anbetracht einer EU-weit kleineren Rapsernte (19,9 Millionen Tonnen gegenüber 21,6 in 2009) zeichnet sich ab, dass bei unverändert stabiler Nachfrage nach Rapsöl, die EU sich zum weltweit größten Importeur entwickeln könnte. Der physische Markt bewegt sich bei stabilem Prämienniveau gegenüber der MATIF in ruhigen Bahnen, wobei die Umsätze aufgrund der nur in Etappen eingefahrenen Ernte entsprechend gering sind.
Martin Hares
Marktanalyst
KS Agrar GmbH

| Nord | Süd | ||||||
| heute | ![]() |
22°C | 14°C | ![]() |
25°C | 18°C | |
| morgen | ![]() |
20°C | 13°C | ![]() |
21°C | 13°C | |
| über- morgen |
![]() |
21°C | 16°C | ![]() |
20°C | 12°C | |
| Raps | 459,75 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Weizen | 212,75 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Mais | 208,50 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Kartoffeln | 5,20 Euro/dt | zur dlz-Prognose |
| Braugerste | 228,00 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Jungbullen U3 | 3,79 €/kg | zur dlz-Prognose |
| Kühe R3 | 3,37 €/kg | zur dlz-Prognose |
| Milch | 32,00 Cent/kg | zur dlz-Prognose |
| Ferkel NS | 56,50 €/St. | zur dlz-Prognose |
| Schweine 56% | 1,68 €/kg | zur dlz-Prognose |
| Sojaschrot | 389,00 €/t | zur dlz-Prognose |
| Rapsschrot | 0,00 €/t | zur dlz-Prognose |
