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Mahlweizen:
Hohes Preisniveau
In den vergangenen zwei Wochen konnte der Weizen erneut deutliche Zugewinne verbuchen und markierte im gestrigen Handelsverlauf ein neues 33-Monatshoch mit 267,75 Euro je Tonne. Auslöser dafür war in erster Linie die hohe Exportnachfrage aus Nordafrika und dem Mittleren Osten. Algerien kaufte am Mittwoch in seinem dritten Tender in diesem Monat 800 Tausend Tonnen Mahlweizen. Insgesamt sicherte sich das Land allein im Januar rund 1,8 Millionen Tonnen für Liefertermine bis Juni 2011. Die Herkunft der Ware ist zwar optional, jedoch ist es wahrscheinlich, dass ein großer Teil dieser Ware aus der EU stammen könnte. Auf dem physischen Markt wird die Handelsaktivität von Marktteilnehmern aufgrund des hohen Preisniveaus als eher zurückhaltend bezeichnet. B-Weizen franko Hamburg wurde im Großhandelsbereich für Lieferung Februar mit 266 Euro je Tonne besprochen.
Ölsaaten:
Versorgungslage am physischen Markt hat sich entspannt
Auch der Raps entzog sich der freundlichen Stimmung nicht und startete in der letzten Woche einen Angriff auf das bisherige Allzeithoch vom Februar 2011 und konnte es mit 521,75 Euro je Tonne sogar kurzeitig überwinden. Danach kam es jedoch erwartungsgemäß zu einer Korrektur, die besonders die beiden vorderen Termine schwer traf. Der auslaufende Februarkontrakt fiel zwischenzeitlich sogar unter die 500 Euro je Tonne Marke. Zwar setzten die Notierungen zu einer Gegenbewegung an, jedoch ist diese als nicht sonderlich aussagekräftig anzusehen, da sie im Wesentlichen auf das Glattstellen von offenen Positionen zurückzuführen ist.
Es ist wahrscheinlich, dass nicht wenige Marktteilnehmer an ihren bestehenden Engagements festhalten werden und auf eine physische Andienung der Ware setzen, auch wenn der Liefergegenstand Rapssaat ohne Nachhaltigkeitszertifikat bedeuten würde. Die Versorgungslage auf dem physischen Markt hat sich indessen gerade auf den vorderen Terminen entspannt. Im Fokus der Diskussionen stehen in erster Linie die Anschlusstermine zur neuen Ernte. Das Prämienniveau für Ware franko Hamburg, Basis 4/6 wurde im Großhandelsbereich mit einer Prämie von 22 Euro je Tonne über dem Matif-Maikontrakt quotiert.
Braugetreide:
Knappe Versorgungslage
Nachdem der Markt für Braugerste in der letzten Woche relativ stabil tendierte und sich den Vorgaben der Börse entzog, bildete sich jüngst sogar leichter Preisdruck. Die Aktivität von Seiten der Mälzereien ist verhältnismäßig gering, sodass der Markt aktuell von den Zweithändlern dominiert wird. Die Versorgunglage mit Ware aus der laufenden Ernte ist als knapp zu bezeichnen. Das Preisniveau für Braugerste franko Mälzerei ex Ernte wurde zuletzt mit 250 Euro je Tonne angegeben.
Futtergetreide:
Dioxin belastet weiter die Nachfrage
Der Futtergetreidemarkt wird weiterhin von der Dioxinproblematik belastet. Die Nachfrage in der wichtigen Veredlungsregion Weser/Ems hatte in den vergangenen Wochen aufgrund der gefallenen Schweinepreise deutlich abgenommen. Das Preisniveau blieb hingegen stabil. In der neuesten Runde der Ausschreibung von Gerste aus Interventionsbeständen übermittelte die BLE Gebote im Gesamtvolumen von 236 Tausend Tonnen als zuschlagsfähige Ware. Nachdem der Mindestpreis in der vorletzten Runde zur Überraschung vieler Marktteilnehmer deutlich angestiegen war, wird in der neuesten Runde mit einem Preis auf gleichem Niveau von 198 Euro je Tonne gerechnet. Futterroggen und Triticale werden weiterhin nur am Rande besprochen. Solange der Dioxinskandal nicht an Medienwirkung eingebüßt hat, sollte sich daran nichts ändern.
Festere Tendenz von Futterweizen an der Börse London
An der Börse in London konnten die Futterweizenfutures indessen wieder deutlich fester notieren. Nach dem Auslaufen des Januarkontraktes stieg der neue Referenzkontrakt März deutlich über die 200 Britische Pfund je Tonne (GBP/t) Marke. Grund dafür ist in erster Linie die hohe EU-Nachfrage nach britischem Futterweizen, der bislang alle Erwartungen übertroffen hat. Der rasche Verlauf der Exporte hatte das Exportziel des britischen Agrarministeriums für die gesamte Kampagne vom 1,33 Millionen Tonnen bereits nach fünf Monaten übertroffen. Lokale Marktbeobachter erwarten eine deutliche Anhebung des Exportziels, was allerdings nur zu Lasten der Endbestände zu erreichen ist.

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| über- morgen |
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20°C | 12°C | |
| Raps | 459,75 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Weizen | 212,75 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Mais | 208,50 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Kartoffeln | 5,20 Euro/dt | zur dlz-Prognose |
| Braugerste | 228,00 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Jungbullen U3 | 3,79 €/kg | zur dlz-Prognose |
| Kühe R3 | 3,37 €/kg | zur dlz-Prognose |
| Milch | 32,00 Cent/kg | zur dlz-Prognose |
| Ferkel NS | 56,50 €/St. | zur dlz-Prognose |
| Schweine 56% | 1,68 €/kg | zur dlz-Prognose |
| Sojaschrot | 389,00 €/t | zur dlz-Prognose |
| Rapsschrot | 0,00 €/t | zur dlz-Prognose |
