Landleben
17.03.2010
Geteiltes Echo auf EU-Pläne

Aigner begrüßt klarere Lebensmittelkennzeichnung

Brüssel/Berlin - Die EU-Pläne für eine klarere Kennzeichnung von Lebensmitteln stoßen bei Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) auf Zustimmung.

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(Foto: p!xel 66/fotolia)

Sie begrüßte am Dienstag das Votum des Gesundheitsausschusses im EU-Parlament für verständliche Informationen über Fett, Zucker, Salz, Kohlenhydrate und andere Inhaltsstoffe. "In Zukunft wird die Kennzeichnung für alle Lebensmittel verpflichtend sein", sagte Aigner der Deutschen Presse-Agentur dpa in Berlin.

"Damit sich die Verbraucher ausgewogen und gesund ernähren können, müssen sie wissen, wie hoch der Energiegehalt und die Nährwerte von Lebensmitteln sind." Die Verbraucherorganisation Foodwatch sieht dennoch weiter Chancen für die Kennzeichnung mit den Ampelfarben. Aigner lehnt dies ab.

FDP: Ampel wäre Scheinlösung gewesen

"Die FDP-Bundestagsfraktion begrüßt den im Ausschuss für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (ENVI) des Europäischen Parlaments beschlossenen Richtlinienentwurf", erklärt die ernährungspolitische Sprecherin der FDP, Christel Happach-Kasan. Die Nährwert-Ampel sei eine Scheinlösung, die Verbraucher in die Irre führt. Deshalb unterstütze die FDP-Bundestagsfraktion nachdrücklich alle wissenschaftlich basierten Anstrengungen zur Verbesserung der Information über Inhaltsstoffe von Lebensmitteln.

"Für eine wirksame Bekämpfung von Fehlernährung sind jedoch weitere Elemente erforderlich: Eine ausgewogene Ernährung, eine Verbesserung des Ernährungswissens, eine bessere Ernährungsbildung, sowie insbesondere ausreichende Bewegung und Sport", so Happach-Kasan weiter.

Grüne: Regierung dient Industrieinteressen statt Verbrauchern

"Die Mitglieder des EU-Ausschusses dürfen die heutige Chance für die Einführung einer verpflichtenden Ampelkennzeichnung nicht vergeben", meint jedoch Ulrike Höfken, Sprecherin für Ernährungspolitik von Bündnis 90/Die Grünen. Für Verbraucher müsse auf den ersten Blick klar sein, wie viel Zucker, Fett und Salz in einem Lebensmittel stecken.

"Gesunde Ernährung darf kein Privileg derjenigen sein, die mit viel Zeit, Geld und Taschenrechner einkaufen gehen." "Aigners Ankündigung, das Industriemodell verpflichtend zu machen, ist ein reines Ablenkungsmanöver. Mit ihrer Argumentation gegen die Ampel macht sich die Ministerin für Verbraucherschutz zum Sprachrohr der Lebensmittelhersteller und handelt wider besseres Wissen gegen die große Mehrheit der Verbraucher, die eine Ampelkennzeichnung will", kritisiert Höfken. (dpa/pd)


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Gegen die Verbraucher
Frau Aigner arbeitet gegen die Verbraucher.
Kommentar von Frank Henne – 18. März 2010 um 10:01h
Einzelangaben sind wichtig und Herkunft
Ein Schwachsinn, mit 3 Farben den Gesundheitswert von Lebensmitteln kennzeichnen zu wollen. Das kann sich nur Brüssel einfallen lassen und andere Mitläufer. Einzelangaben sind wichtig und Herkunft! Alles andere ist Quatsch.
Kommentar von Andreas Friedrich – 19. März 2010 um 08:26h
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