Donnerstag, 24.05.2012
Agrartechnik: Landwirte investieren wieder
Frankfurt - Zwei Jahre lang verzeichneten die deutschen Landtechnikhersteller rückläufige Umsätze. Das Blatt hat sich gewendet: 2011 herrscht wieder Vollauslastung.
Agrartechnik: Landwirte investieren wieder
Im ersten Quartal stieg der Branchenumsatz nach Angaben des VDMA Landtechnik um 30 Prozent auf 1,79 Milliarden Euro. "Vor allem die Erntetechnik-Sparte hat ein enormes Aufholpotential, das derzeit voll ausgeschöpft wird", berichtet Gerd Wiesendorfer, Marktreferent beim VDMA. Die Auslastung der Produktionskapazität belief sich im April auf 91,5 Prozent und lag damit über dem Gesamtniveau des Maschinenbaus (88,8 Prozent). Dabei gelten bereits etwa 85 Prozent als Vollauslastung. Für das Jahr 2011 rechnet der VDMA Landtechnik mit einem Wachstum des Branchenumsatzes von 20 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro.
Traktorproduktion um 25 Prozent gesteigert
Die Traktorhersteller steigerten ihre Produktionsmenge von Januar bis
März 2011 auf 14.050 Einheiten. Dies war ein Viertel mehr als im
Vorjahr. Der Umsatz stieg sogar um ein Drittel. Jeder vierte Traktor,
der in Deutschland vom Band läuft, ist mit mindestens 150 PS
Motorleistung ausgestattet. Neben Bestelltechnik und Erntemaschinen
nahmen auch die Verkäufe von Technik für die Innenwirtschaft sowie für
Transport und Logistik stark zu.
Bedeutende Impulse kommen in der derzeitigen Boomphase aus dem deutschen
Markt. Die Traktorzulassungen lagen in den ersten drei Monaten um 45
Prozent über dem Vorjahr. Das Auftragsniveau für Landtechnik insgesamt
liegt um die Hälfte über dem des Jahres 2010. Das Investitionsbarometer
Agrar, an dem der VDMA beteiligt ist, zeigte bei der letzten Umfrage
einen weiter steigenden Anteil der investierenden Landwirte und
Lohnunternehmer in Bezug auf Maschinen und Traktoren.
Spürbare Belebung auf den Exportmärkten
Neben dem starken Inlandsgeschäft hat sich die Nachfrage in den
Exportmärkten spürbar belebt. Seit Dezember letzten Jahres verzeichnen
die Landtechnikunternehmen wieder hohe zweistellige Zuwachsraten aus dem
Ausland. Dabei können sie auf eine kräftige Umsatzsteigerung in den
großen Märkten Frankreich, USA und Russland setzen.
pd
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