Rind Kleine Vorführer kommen groß raus

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Der Schauwettbewerb für Kälber, Jungrinder und belegte Färsen aus dem Masterrind-Gebiet fand zum fünften Mal statt. Lesen Sie hier, wer zum Sieger gekürt wurde.

Jungzüchter_1_web.gif © Kastens Bild vergrößern
Alle hatten ihren Spaß beim Wettbewerb, hier die Sieger und Reservesieger in der jungen Klasse.

Zwei Siegertitel konnten in den Gruppen jung und alt errungen werden. Bereits im Vorjahr war der Betrieb Wilken Schwarze aus Dörverden nicht zu schlagen gewesen In diesem Jahr stellte er mit der Bradnick-Tochter Moonrise und der rotbunten Rustler-Tochter Emilia zwei der fünf Kälber in der Siegerauswahl. Das erste Finale wurde mit der Gold Chip-Tochter Emma vom Betrieb Kastens in Wagenfeld, Amy (V. Artes) von der Lattwesen KG aus Hohnhorst und dem Gunnar-Sproß Silja von der Lessner GbR aus Adelebsen vervollständigt.

Sieg für Moonrise

Juror Nikolai Niermann aus Celle, der insgesamt knapp 90 Jungrinder in zehn Klassen richtete, sprach den Sieg der erst vier Monate alten Moonrise zu, der Reservesieg ging mit der rot-bunten Emilia in den gleichen Stall nach Dörverden. Damit knüpfte Schwarze an den Erfolg des Vorjahres an.

Die Jungrinder ab einem Jahr bis zur belegten Färse rangen ebenfalls in fünf Klassen um den Titel. Gleich in der ersten Klasse dieser Kategorie ging dann auch die spätere Gesamtsiegerin. Alaska ist eine Tochter des genomisch getesteten Masterrind-Vererbers Macello und zog in Anbetracht ihrer Schärfe, offenen Rippe und sehr guten Entwicklung sowohl die Augen des Richters aber auch die des versierten Fachpublikums auf sich. Es war also nicht verwunderlich, dass sie nach einem Klassensieg auch den Gesamtsieg für den Rinderzuchtbetrieb Derboven nach Warpe holte. Der Reservesieg der Gruppe ging nach Morsum.

Der Betrieb Reiner Wortmann stellte mit Amara einen Samburu-Zögling aus dem NOG-Programm vor und ließ die weiteren Ia-Platzierten Pinette (V. Atwood) von der Schulz/Both-Schulz GbR in Wittingen, Berry (V. Beacon) vom Betrieb Eide Weyhe in Langen und Sammy (V. Destry) von Lattwesen hinter sich.

135 Teilnehmer hatten sich zum Vorführwettbewerb mit 18 Klassen angemeldet. Zunächst ging es um das Rangieren und die Tierbeurteilung. Zwei Gruppen mit jeweils acht Kühen waren von den Teilnehmern der Reihe nach aufzustellen und auf einem Bewertungsbogen zu notieren. Richter Niermann schritt zu seinem zweiten Richteramt und rangierte beide Gruppen für sich. Seinem Ergebnis möglichst nah zu kommen, war nun das Ziel der Jungzüchter. Aufgeteilt in zwei Altersgruppen, 5 bis 15 Jahre sowie 16 bis 25 Jahre, wurden die besten Rangierer ermittelt.

Nachwuchs überzeugt

Beste junge Rangiererin wurde die sieben Jahre alte Laura Brecht aus Morsum. Bei den Älteren war mit 26 Abweichungspunkten Marten Hambruch aus Bad Fallingbostel dem Ergebnis des Richters am dichtesten. Bei der zweiten theoretischen Disziplin, der Tierbeurteilung, waren drei für die älteren und zwei Kühe für die jüngeren Teilnehmer zu bewerten. Hier erzielten die 13-jährige Lea Krispin aus Pöhlde und die 19-jährige Anna-Katharina Topp aus Derental die besten Ergebnisse.

Vorführer im Wettstreit

Nacheinander betraten die Jungzüchter, aufgeteilt in vier Altersgruppen, die Vorführringe, wo die Richterinnen Anne-Mette Evers und Kirstin Hohls auf sie warteten. Die Gruppe der Jüngsten (fünf bis neun Jahre) wurde von Rouven Kumlehn, Holzminden, und seinem Kalb Ramona angeführt. Den Reservesieg sicherte sich Ryan Fiedler, Wagenfeld, mit Bamby.
In der zweiten Altersgruppe (zehn bis zwölf Jahre) erwarteten die Richterinnen neben einer richtigen Vorführhaltung auch bereits ein korrektes Aufstellen des Tieres. Clemens Kumlehn präsentierte sein Jungrind Ginett am besten. Ganz dicht dahinter war Fenna Gödeker aus Varrel.

Weiter ging es mit den "alten" Vorführern (13 bis 15 Jahre). Saskia Gödeker zeigte die souveränste Vorführleistung. Auf Platz zwei rangierte mit Gerrit der dritte der Kumlehn-Brüder.

Bei den Jungprofis gehen Vorführer im Alter zwischen 16 und 25 Jahren in den Ring. Diese Gruppe war mit sechs Einzelklassen die am stärksten besetzte Gruppe. Dorothee Derboven aus Warpe zeigte die beste Vorführleistung, die langjährige Erfahrung brachte ihr den Siegertitel ein. Aber auch Maren Schwarze aus Dörverden braucht sich nicht zu verstecken; sie sicherte sich den Reservesieg.

Die besten Ergebnisse aus Vorführwettbewerb, Tierbeurteilung und Rangieren hatten schließlich Clemens Kumlehn aus Holzminden und Henrike Topp aus Derental. Als beste Mannschaften sicherten sich Südhannover und Sulingen-Diepholz die Wanderpokale.
 
 
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