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[ » ah nachrichten für die Landwirschaft » Archiv » Allgemeines » Lemken_Bilanz2009 ]
Freitag, 25.05.2012
Allgemeines | 5.02.2010

LEMKEN mit zweitbestem Umsatz in der Unternehmensgeschichte

Alpen - Wie der Landtechnikhersteller LEMKEN mitteilt, hat sich das Unternehmen angesichts eines wirtschaftlich schwierigen Umfelds im Geschäftsjahr 2009 gut behauptet.

Neue KTL-Farbgebung im Stammwerk Alpen © LEMKEN
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Neue KTL-Farbgebung im Stammwerk Alpen
© LEMKEN

Mit 215 Millionen Euro Umsatz habe man sogar den zweithöchsten Wert in der Unternehmensgeschichte erreicht. Der Rückgang von 16 Prozent habe allerdings eine fünfjährige Wachstumsphase beendet, in der der Landtechnikspezialist sein Geschäftsvolumen mehr als verdreifachen konnte. Im ersten Halbjahr 2009 sei die Umsatzentwicklung dank eines guten Auftragsbestands sogar noch auf Vorjahresniveau verlaufen. Danach seien der reduzierte Auftragseingang sowie etliche Stornierungen eine größere Herausforderung für die Produktionsplanung gewesen.

Für LEMKEN Geschäftsführer Dr. Franz-Georg von Busse hat sich die flexible Arbeitsorganisation gerade in dieser Geschäftslage bewährt. "Vor allem durch den Verzicht auf die über 150 Zeitarbeitskräfte, mit denen wir die Boomjahre bewältigt hatten, konnten wir den Umsatzrückgang auffangen. Hohe Arbeitszeitkonten und eine gleichermaßen hohe Flexibilität und Qualifikation der Stammbelegschaft trugen dazu bei, dass wir Kapazitäten und Bestände kurzfristig zurückführen konnten." Zum Ende des Jahres habe LEMKEN weltweit insgesamt 866 Mitarbeiter beschäftigt; die Stammbelegschaft sei damit gegenüber 2008 sogar geringfügig erhöht worden.

Westeuropäische Absatzgebiete blieben stabil

Die Auswirkungen der allgemeinen Wirtschafts- und Finanzierungskrise hätten sich insbesondere auf den Märkten in Russland und einigen MOE-Staaten gezeigt. Nach dem Ausnahmejahr 2008 sei die Nachfrage hier infolge schwacher Währungen sowie protektionistischer Maßnahmen bis zu 80 Prozent eingebrochen. Demgegenüber hätten sich die meisten westeuropäischen Absatzgebiete stabil entwickelt. Mit einem erneut deutlichen Umsatzzuwachs auf über 30 Millionen Euro sei Frankreich zum größten Auslandsmarkt für LEMKEN aufgestiegen. Der Umsatz im Heimatmarkt Deutschland habe nahezu auf dem hohen Vorjahresniveau gehalten werden können. Die Exportquote habe sich um vier Punkte auf 64 Prozent reduziert.

Über die letzten drei Jahre habe LEMKEN eine Rekordsumme von über 25 Millionen Euro allein in neue Produktions- und Logistikflächen an den deutschen Standorten Alpen, Hetzerath und Meppen investiert. "Wir planen und bauen langfristig", kommentiert Geschäftsführer von Busse die Strategie des Familienunternehmens. "Trotz des derzeitigen Abschwungs zahlen sich diese Investitionen in Qualität und Lieferfähigkeit unserer Produkte bereits jetzt aus." Die neue Lackieranlage, die dank modernem KTL-Verfahren (Kathodische Tauchlackierung) eine deutlich verbesserte Optik und Korrosionsbeständigkeit garantiere, sei Mitte 2009 erfolgreich in Betrieb genommen worden.

Auslandsinvestitionen werden fortgesetzt

Die nach wie vor gute Ertragslage sowie die praktisch komplett im Unternehmen reinvestierten Gewinne gewährleisteten eine solide Finanzkraft. Entsprechend setze LEMKEN die wichtigen Auslandsinvestitionen fort, um an den erwarteten langfristigen Nachfragezuwächsen in den weltweiten Agrarmärkten teilzuhaben. So werde das Vertriebs- und Servicezentrum nahe Kaluga südwestlich von Moskau 2010 planmäßig fertig gestellt sein. Dort sollen auch Geräte montiert werden, die mit Arbeitsbreiten bis zu zwölf Meter speziell für die russischen Anforderungen entwickelt worden seien.

Weitere Gelder fließen in eine eigene Pflugfabrik in Indien. Dort will LEMKEN ab 2012 Pflüge für Traktoren bis 60 PS für den lokalen Bedarf produzieren. Mit Blick auf das neue Geschäftsjahr 2010 blieben die Rahmenbedingungen weiterhin schwierig. Ein hoher Preisdruck und damit niedrige Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse sowie die anhaltende Wirtschaftskrise führten zu einer zurückhaltenden Investitionsplanung der Landwirte und Lohnunternehmer.

Deshalb erwarte LEMKEN für 2010 einen erneuten Umsatzrückgang, wenn auch der befriedigende Auftragseingang zu Jahresbeginn bereits für eine kontinuierliche Produktionsauslastung in den ersten Monaten gesorgt habe. Insgesamt blicke das nun 230 Jahre alte Traditionsunternehmen optimistisch in die Zukunft. Es sieht sich mit seinem Schwerpunkt auf die professionellen Anwender gut gerüstet, um die langfristig weiter wachsende Nachfrage nach innovativen und zuverlässigen Maschinen für die Bodenbearbeitung, Aussaat und den Pflanzenschutz erfolgreich zu nutzen. (pd)

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Keywords Bilanz 2009 | Geschäftsjahr 2009 | LEMKEN | Wirtschaftskrise
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