Wilmington/Delaware - Bayer CropScience und DuPont haben eine Reihe langfristiger Verträge über die Nutzung von Pflanzeneigenschaften und -biotechnologien abgeschlossen.
Die Vereinbarungen umfassen die wechselseitige Vergabe von Lizenzen. Sie sollen Saatgut-Lösungen der nächsten Generation sowie neue Strategien zur Kontrolle von Unkräutern und Schadinsekten von BayerCropScience und den DuPont-Unternehmensbereichen Crop Protection und Pioneer Hi-Bred ermöglichen. Mit den Vereinbarungen werden zudem ausstehende Rechts- und Patentstreitigkeiten auf dem Gebiet der Schädlingsbekämpfung und der so genannten Safener beigelegt.
Durch die Abkommen erwarten die Unternehmen, ihre Wirtschaftlichkeit weiter steigern zu könnnen. So sollen signifikante Wertschöpfungen durch Umsätze mit Pflanzenschutzmitteln und Saatgut sowie durch Lizenzgebühren entstehen. "Für Bayer CropScience sind die Vereinbarungen eine ausgezeichnete Grundlage, um die Reichweite unserer unternehmenseigenen biotechnologischen Lösungen zu erweitern und die Wertschöpfung durch Lizenzgebühren auszubauen", so Dr. h.c. Berschauer, Vorstandsvorsitzender von Bayer CropScience.
Im Rahmen der Verträge vergibt Bayer CropScience Lizenzen an Pioneer zur Nutzung der Marke LibertyLink® für dessen genetisches Zuchtmaterial in Mais und Sojabohnen. Zudem wird Bayer CropScience Pioneer weltweit bei regulatorischen Fragen zu Pioneer-Produkten mit der Pflanzeneigenschaft LibertyLink® unterstützen. Außerdem erhält Pioneer die Möglichkeit, diese Glufosinat-Toleranz-Technologie bei der Sojabohnen-Produktentwicklung zu nutzen.
Auf dem Gebiet der Resistenz gegen Schadinsekten gewährt BayerCropScience Lizenzen im Zusammenhang mit seinem so genannten Dual-Bt-Patent, verbunden mit eingeschränkten Rechten, Sublizenzen für die Entwicklung der nächsten Generation von insektenresistentem Mais zu vergeben.
Als Teil der Vereinbarungen vergibt Bayer CropScience Rechte an den Vertragspartner, weiterhin die DuPontTM Q-Produktformulierungen mit dem Safener-Wirkstoff Isoxadifen von Bayer anzubieten. DuPont erhält außerdem Rechte, Mischungen von Isoxadifen mit bestimmten so genannten HPPD-Herbiziden und seinen Sulfonylharnstoff-Herbiziden anzubieten sowie Lizenzen, die es DuPont ermöglichen, eine breite Palette künftiger Pflanzenschutzmittel anzubieten.
Die Abkommen umfassen zudem eine Reihe von weiteren gegenseitigen Lizenzvereinbarungen über Schlüsseltechnologien zwischen den beiden Unternehmen. (pd)