Freitag, 25.05.2012
Maiswurzelbohrer: Zahlreiche Funde in Baden-Württemberg
Stuttgart - Bereits über 4.000 Maiswurzelbohrer sind dieses Jahr in Baden-Württemberg in den Fallen gefunden worden. Der Ortenaukreis und der Landkreis Emmendingen sind besonders stark betroffen.
Auf der Internet-Seite des Maiskomitees gibt es eine aktuelle Karte über die Verbreitung des Maiswurzelbohrers.
© landpixel
Erstmals wurden im Landkreis Rastatt Käfer gefunden. Somit tritt der Maiswurzelbohrer 2011 flächendeckend im gesamten Rheingraben von Freiburg bis Rastatt auf. Auch in Bayern wurde in einigen Kreisen ein erster Befall registriert. Dazu gehören die Landkreise Dingolfing-Landau, Ebersberg, Günzburg, Rosenheim und Regen. Dabei ist die Verschleppung entlang der Hauptverkehrsstraßen deutlich erkennbar. Allerdings wurden bislang in diesem Jahr keine Funde in den Landkreisen Straubing-Bogen und Neumarkt in der Oberpfalz festgestellt. In Bayern wurden 2011 bisher insgesamt 141 Käfer gezählt.
Erstmals Maiswurzelbohrer in Hessen
In Nordrhein-Westfalen, das im letzten Jahr ebenfalls betroffen war,
tauchte bisher noch kein Käfer auf.
Dagegen wurde jetzt auch in Hessen zum ersten Mal der Maiswurzelbohrer
nachgewiesen. Wie der Pflanzenschutzdienst des Regierungspräsidiums (RP)
Gießen mitteilt, wurde der gefährliche Quarantäneschädling im
hessischen Ried festgestellt. Um eine weitere Ausbreitung des Schädlings
zu verhindern, wurden sofort umfangreiche Maßnahmen, wie die Ausweisung
einer Befalls- und einer Sicherheitszone in die Wege geleitet.
Insgesamt wurde ein rund 12.000 Hektar großes Areal im Bereich
Groß-Gerau Wallerstädten zur Sicherheitszone erklärt. Hier wird derzeit
auf etwa 460 Hektar Mais angebaut. Alle betroffenen 69 Landwirte wurden
bereits von den RP-Experten über die nun anstehenden Maßnahmen
informiert.
Erstes Auftauchen im Jahr 2007
Das Deutsche Maiskomitee e.V. bietet auf seiner Homepage
www.maiskomitee.de eine aktuelle Auflistung der genauen Fundorte des
Westlichen Maiswurzelbohrers und die Anzahl der gefundenen Käfer an.
Seit 2007, als der Quarantäneschädling erstmals in Deutschland erkannt
wurde, dokumentiert das DMK die entsprechenden Fundorte. Das Maiskomitee
stellt diese Daten und weitergehende grundlegende Informationen zum
Entwicklungszyklus von Diabrotica virgifera virgifera sowie die
rechtlichen Grundlagen zur Bekämpfung des Maisschädlings dort zum
Download zur Verfügung.
DMK
Insekten und anderes Getier im Rapsanbau (02.04.2009)
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