Bonn - In Baden-Württemberg sind in diesem Jahr bereits mehr als 4.000 Maiswurzelbohrer in die Fallen gegangen, wobei - wie im Vorjahr - der Ortenaukreis und der Landkreis Emmendingen besonders stark betroffen sind. Nach Angaben des Deutschen Maiskomitees (DMK) wurden erstmals auch im Landkreis Rastatt Käfer gefunden. Somit trete der Maiswurzelbohrer inzwischen flächendeckend im gesamten Rheingraben von Freiburg bis Rastatt auf. Auch in Bayern sei in einigen Kreisen ein erster Befall registriert worden. Dazu gehörten die Landkreise Dingolfing-Landau, Ebersberg, Günzburg, Rosenheim und Regen. Laut DMK ist dort die Verschleppung entlang der Hauptverkehrsstraßen deutlich erkennbar. Allerdings seien bislang keine Funde in den Landkreisen Straubing-Bogen und Neumarkt in der Oberpfalz festgestellt worden.
Während man in Bayern in diesem Jahr bisher insgesamt 141 Käfer gezählt habe, sei in Nordrhein-Westfalen, das im letzten Jahr ebenfalls betroffen gewesen sei, bisher noch kein Käfer aufgetaucht. Dagegen sei jetzt auch in Hessen zum ersten Mal der Maiswurzelbohrer nachgewiesen worden. Der Pflanzenschutzdienst des Regierungspräsidiums Gießen habe mitgeteilt, dass man den gefährlichen Quarantäneschädling im hessischen Ried festgestellt habe. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, seien sofort umfangreiche Maßnahmen wie die Ausweisung einer Befalls- und einer Sicherheitszone in die Wege geleitet worden. Ein rund 12.000 ha großes Areal im Bereich Groß-Gerau Wallerstädten sei umgehend zur Sicherheitszone erklärt worden. Dort werde derzeit auf etwa 460 ha Mais angebaut. Alle betroffenen Landwirte seien bereits von Experten über die nun anstehenden Maßnahmen informiert worden. Das DMK bietet auf seiner Homepage www.maiskomitee.de eine aktuelle Auflistung der Fundorte des Maiswurzelbohrers und die Anzahl der gefundenen Käfer an. Die Fundorte werden vom DMK seit 2007, als der Quarantäneschädling erstmals in Deutschland erkannt wurde, dokumentiert.