Freitag, 25.05.2012
Max-Eyth-Abend: Festlicher Auftakt für die Agritechnica
Hannover - Über 2.000 Besucher, Goldmedaillen und Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner als Gastrednerin - der gestrige Max-Eyth-Abend der DLG war wieder ein voller Erfolg.
Alle zwei Jahre richtet die
DLG Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft die Agitechnica aus. Ebenfalls alle zwei Jahre wird die weltgrößte Landtechnik-Ausstellung beim Max-Eyth-Abend offiziell eröffnet.
Die Agrartechnikindustrie befindet sich derzeit in einer Hochphase, wie Zahlen des VDMA bestätigen: Rund sieben Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftete die Branche im
vergangenen Jahr aus deutscher Produktion. Etwa 70 Prozent davon gehen
in den Export. "Das zeigt den internationalen Stellenwert der Landtechnik-Industrie in Deutschland", so Landwirtschaftsminsiterin Ilse
Aigner bei ihrer gestrigen Rede.
Besonderer Erfindungsreichtum wurde gestern wieder belohnt: Moderatorin Barbara Hahlweg verlieh zusammen mit der Bundesministerin und DLG-Präsident Carl-Albrecht Bartmer die Goldmedaillen für herausragende Neuheiten. Prämiert wurden dieses Jahr Guide Connect, die "Elektronische Deichsel" von AGCO - Fendt, sowie die Non-Stop Rundballen-Press-Wickelkombination Ultima der Bernard Krone GmbH Maschinenfabrik.
Video: Gold für Ultima
Aigner: Ansprüche waren noch nie so hoch
Ilse
Aigner war direkt vom Brüsseler Agrarrat zum Max-Eyth-Abend der
DLG gejettet. Und würdigte in ihrer Rede die Leistungen der Landtechnik: "Agrarprodukte sind unsere Lebensgrundlage. Ohne die deutsche Landtechnik mit ihrem großen Innovationspotenzial könnten die enormen Herausforderungen der Landwirtschaft nicht gemeistert werden. Nahrungsmittelproduktion für eine wachsende Weltbevölkerung, die Anpassung an den Klimawandel, nachhaltige Energieproduktion - das sind Aufgaben, die ohne den Einsatz moderner Technik nicht zu lösen sind".
Nie zuvor seien die Ansprüche an die landwirtschaftliche Produktion so hoch gewesen wie heute. "Die
Agritechnica führt uns ausgefeilte Technologien vor und zeigt, welche Veränderungen die Landwirtschaft in den letzten Jahren erlebt hat. Künftig muss Landtechnik noch effizienter und präziser werden. Die deutsche Ingenieurskunst setzt hohe Standards und wird besonders in diesem Bereich weltweit nachgefragt", sagte Aigner.
Bartmer: Eine Agritechnica in noch nie dagewesener Größe
"Hannover ist in dieser Woche das Leistungsfenster für die globale Landtechnikindustrie. Denn die Stadt präsentiert eine
Agritechnica in noch nie dagewesener Größe und Internationalität und auf 390.000 qm Fläche. Damit stößt selbst dieses größte Messegelände der Welt an seine Grenze: 24 Hallen, 17 Prozent mehr Aussteller", sagte DLG-Präsident Carl-Albrecht Bartmer. Die zunehmende Internationalität der Messe beweise, dass Landwirtschaft angesichts der großen Herausforderungen kein regionales, kein nationales, auch kein europäisches sondern ein globales Thema sei.
"Moderne Technologien, wie sie die Branche in faszinierender Vielfalt in ihren Maschinen einbaut, werden in aller Welt entwickelt, in einem Wettbewerbsumfeld, das wie ein Treibsatz neue Erkenntnisse in ungerahnter Dynamik hervorbringt. Unsere Tests in Groß Umstadt, mit denen wir die Gebrauchsfähigkeit neuer Landtechnik überprüfen, beweisen den faszinierenden Fortschritt, seien es leistungsfähige und zugleich klimaschonende Antriebsaggregate, exakte Lenksysteme, präzise Sensoren oder smarte Flottenmanagementsysteme, um nur wenige zu nennen."
Ein Video vom gestrigen Max-Eyth-Abend finden Sie in Kürze in unserer Mediathek ...
pd
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