Milch & Rind
28.01.2009
Lösungsansätze

Zehn Cent mehr pro Liter

St. Peter/Au - In österreichischen Supermärkten wird seit mehr als zwei Jahren von der IG-Milch „A Faire Milch“ verkauft. Mit dem Konzept sollte laut Ernst Halbmyr von der IG-Milch ein direkter Zugang zu den Konsumenten ermöglicht werden.

Einhaltung der Milchquote wird belohnt


Demnach bezieht sich das Produkt nur auf den ethischen Standard des fairen Preises. Beim Kauf einer Milchtüte „A faire Milch“ gehen zusätzlich zum Literpreis zehn Cent direkt an den Bauern. Bei dem fairen Milchkonzept werden laut Halbmayr kleine Betriebe besser gestellt als die größeren, da erstens eine Kappungsgrenze von 50.000 l Milch pro Jahr eingezogen wurde und zweitens die zehn Cent nur an diejenigen Milcherzeuger ausgezahlt werden, die die Quote einhalten und somit den „Markt nicht belasten“.

Im Moment werden in der Alpenrepublik 50.000 l Milch pro Woche als "längerfrische Milch" verkauft, was einen Anteil von zwei Prozent in diesem Marktsegment ausmacht. Das Produktsortiment soll in nächster Zeit noch ausgeweitet werden. Auch in Schweden, Luxemburg, Belgien und Deutschland haben nach Angaben des BDM-Vorsitzenden Romuald Schaber bereits Gespräche mit dem Handel zu einer möglichen Aufnahme ins Sortiment stattgefunden.

Die Diskussion um die Zukunft der Milchbetriebe in Deutschland nimmt die Redaktion zum Anlass, heute die neue Serie „Wege aus Milchkrise“ zu starten. Darin sollen bereits existierende und erfolgreiche Projekte vorgestellt werden, welche den Milchbauern Preise auszahlen, die zur Produktion ausreichen. mehr...
(hek)


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Damit die Milch nicht sauer wird
Recht so! Das Beispiel aus Österreich ist lobens- und nachahmenswert. Erinnert sei hier jedoch daran, daß die Upländer Meierei vor zwei Jahren auf der IGW durch Josef Jacobi dem damaligen Minister, Herrn Seehofer, die "fair Milch" vorstellte. Leider zogen nicht alle Abnehmer mit, so daß die 5 ct mehr sich nicht flächendeckend durchsetzen konnten. Auch Alnatura verkauft Milch mit dem Versprechen, einen Mehrbetrag an die Bauern weiterzuleiten. Bedauerlicherweise ist das nur für Lesekundige und Lesewillige erkennbar. Ein schlichtes Logo wäre bestimmt besser! Interessant sind die österreichische Kappungsgrenze und die Kopplung an die Einhaltung der Quote! Da meine Familie schon faire Milch kauft, ist es für uns kein Thema, aber dennoch endlich höchste Zeit, daß auch bei uns eine vergleichbare Aktion gestartet wird, "damit die Milch nicht sauer wird, wenn sie ihren Preis erfährt", meint Eckard Wendt
Kommentar von Eckard Wendt – 28. Januar 2009 um 19:25h
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