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Mit den Beschlüssen vom Donnerstag wollen die Milcherzeuger erreichen, dass der Erzeugerpreis für die Basis-Milchmenge möglichst wenig in den Strudel mitgerissen wird, der durch zu viel Milch am Markt ausgelöst wurde und der den Preis für die gesamte Milchmenge zunehmend unter Druck setzt. Die Milcherzeuger schaffen sich nun selbst Anreize, damit sie ihre erzeugte Milchmenge am tatsächlichen Bedarf des Marktes statt an den von der Politik beschlossenen Quotenerhöhungen orientieren. "Zur Zeit ist zu viel Milch am Markt. Das drückt den Erzeugerpreis der Milchbauern. Wir wollen aber faire Erzeugerpreise, deshalb muss alles getan werden, um die Übermenge abzubauen. Die Agrarminister von Bund und Ländern in Deutschland könnten das für alle Milcherzeuger und Molkereien verbindlich umsetzen, aber sie verweigern sich dem bisher. Um den Druck auf die Minister zu erhöhen, gehen wir nun voran und zeigen, dass es geht", begründet Josef Jacobi, Vorsitzender der Milcherzeuger, das Vorgehen.
Molkerei erhält für Großteil der Milch faire Preise
Für den überwiegenden Teil der Milch erhält die Molkerei von ihren Kunden faire Preise. Die Beschlüsse sehen nun vor, dass die Milchmenge, die der Markt derzeit nicht zu fairen Preisen abnimmt, zu einem deutlich geringeren Preis bezahlt wird, und zwar zu dem Erlös am so genannten "Spotmarkt", also dem Handel zwischen Molkereien. Die so bezahlte Übermenge entspricht einer Menge, die sich zusammensetzt aus den politisch beschlossenen Quotenerhöhungen seit 2008, der faktischen Quotenerhöhung durch den politisch geänderten Fettkorrekturfaktor, den einzelbetrieben Überlieferungen sowie einer Menge, die sich durch einen geänderten Umrechungsfaktor von Litern in Kilogramm ergibt. Insgesamt entspricht das ca. 7 Prozent der Quotenmenge.
Überlieferer müssen mit Mindereinnahmen rechnen
"Für einzelne Milcherzeuger, die ihre Milchquoten ganz ausnutzen oder überliefern, bedeutet das eine Mindereinnahme. Doch die Milcherzeuger haben sich dazu entschlossen, um die Basismenge weiterhin mit einem fairen Preis bezahlen zu können, zum Wohle aller Milcherzeuger", stellt Karin Artzt-Steinbrink, Geschäftsführerin der Upländer Bauernmolkerei, fest. Sobald der Markt mehr Milch zu fairen Preisen aufnehmen könne, soll das neue System flexibel angepasst werden. (dlz)

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| Jungbullen U3 | 3,79 €/kg | zur dlz-Prognose |
| Kühe R3 | 3,37 €/kg | zur dlz-Prognose |
| Milch | 32,00 Cent/kg | zur dlz-Prognose |
| Ferkel NS | 56,50 €/St. | zur dlz-Prognose |
| Schweine 56% | 1,68 €/kg | zur dlz-Prognose |
| Sojaschrot | 389,00 €/t | zur dlz-Prognose |
| Rapsschrot | 0,00 €/t | zur dlz-Prognose |
