Freitag, 25.05.2012
Quotenausnutzung sinkt auf 100,6%
Die neueste Bilanz der Saldierungsberechnung für das Quotenjahr 2011/12 zeigt eine geringfügige Reduzierung von 100,7% auf 100,6% gegenüber dem Vormonat an.
Trotz dieser leichten Verbesserung, darf nicht übersehen werden, dass sich dennoch der Stand der
Saldierung als sehr angespannt erweist. Sollten in den kommenden Monaten nicht noch Anpassungen im Anlieferungsverhalten erfolgen, muss mit einer Überlieferung gerechnet werden.
Allerdings haben Milcherzeuger, die mit ihrer Milcherzeugung nur knapp 10% über ihrer Referenzmenge liegen, größtenteils die Möglichkeit, diese Mehrmenge über ihre Molkerei auszugleichen. Hingegen bleibt die Saldierungsberechnung für Milcherzeuger spannend, welche mehr oder weniger auf einen Abgleich über die Nationalsaldierung rechnen müssen.
Bis einschließlich dem Monat November 2011 haben die deutschen Milcherzeuger 2,1% mehr angeliefert als im Vorjahreszeitraum. Unter der Berücksichtigung des zuweilen niedrigeren Gehalt der Fett-Inhaltsstoffe, kann der Zuwachs auf 1,9% nach unten korrigiert werden. Das Anlieferungsverhalten der deutschen Milcherzeuger ist im Monat Juli 2011 besonders kräftig gewesen und zeigte somit einen fast 4-%igen Anstieg gegenüber dem Vorjahr an.
In den Folgemonaten konnte sich dieser Abstand um 1,5 bis 2 % reduzieren. Sollte in den kommenden Monaten diese Zurückhaltung nicht beibehalten werden, muss mit einer Überlieferung und somit einer Superabgabe gerechnet werden. Demzufolge sollte die leichte Verbesserung des aktuellen Saldierungsergebnisses nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass mit Beginn des neuen Jahres die Milcherzeuger ihre Anlieferungsmenge etwas drosseln sollten. © VMB / Gina Sanders (Fotolia)
Um ein Kommentar zu schreiben müssen Sie sich einloggen.