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[ » ah nachrichten für die Landwirschaft » Wirtschaft » Monatlicher Marktbericht - September ]
Samstag, 11.02.2012
Wirtschaft | 01.09.2010

Milchmarkt: Weiterer Anstieg der Erzeugerpreise erwartet

Bonn - In unserem monatlichen Marktbericht in Kooperation mit der AMI erhalten Sie einen Überblick über die wichtigsten Marktbewegungen bei Milch, Fleisch und Marktfrüchten im September.

© kristian-sekulic/Fotolia
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© kristian-sekulic/Fotolia

Milch: Rückgang der Milchanlieferung

Der Rückgang der Milchanlieferung an die deutschen Molkereien wird sich im September weiter fortsetzen. Die Milchmenge dürfte sich dabei weiterhin über dem Niveau des Vorjahres bewegen. Der Absatz von Milchfrischprodukten wird nach dem Ende der Ferien im normalen Rahmen verlaufen. Die Produktion von Butter könnte bei rückläufiger Milchmenge zurückgehen. Durch Entnahmen aus der Privaten Lagerhaltung wird es jedoch zu einer Ergänzung des Angebotes kommen. Bei den Preisen sind weitestgehend unveränderte Tendenzen zu erwarten.

Die Nachfrage nach Käse dürfte sich saisonal beleben, wenn zur Monatsmitte die Sommerferien in allen Bundesländern zu Ende gegangen sind. Die Käsepreise dürften sich im September auf dem bisherigen Niveau bewegen. Das Angebot an Magermilchpulver wird im Zuge der rückläufigen Milchmengen eher geringer ausfallen. Der Bedarf seitens der Industrie dürfte im September wieder zunehmen. Es sind stabile Preise zu erwarten, sofern der Export ausreichend für eine Entlastung des Binnenmarktes sorgen kann. Bei einer vergleichsweise stabilen Marktlage und einer saisonal rückläufigen Milchanlieferung ist ein weiterer Anstieg der Milcherzeugerpreise im September zu erwarten.

Mehr Informationen erhalten Sie hier. http://www.marktundpreis.de/milchwirtschaft

Rinder: Anziehende Nachfrage

Nach den Sommerferien zieht die Rindfleischnachfrage traditionell an. Am Jungbullenmarkt ist zwar ein größeres Angebot am Markt zu erwarten, doch sollten die Tiere problemlos Abnehmer finden. Daher dürften sich die Jungbullenpreise im September leicht befestigen. Bei Schlachtkühen ist hingegen die saisonale Hochpreisphase vorbei. Das Angebot nimmt saisonal zu und es ist im mit Preisabschlägen zu rechnen.

Mehr Informationen erhalten Sie hier. http://www.marktundpreis.de/fleischwirtschaft

Schweine: Steigendes Schweineangebot

Die Entwicklung der Schweinepreise blieb im Sommer hinter den Erwartungen der Mäster zurück. Im September ist mit einem steigenden Schweineangebot zu rechnen. Zwar wird auch die Nachfrage durch das Urlaubsende Impulse erhalten, doch dürfte der Fleischmarkt gut versorgt bleiben. Daher dürfte sich der übliche saisonale Rückgang der Schweinepreise fortsetzen.

Mehr Informationen erhalten Sie hier. http://www.marktundpreis.de/fleischwirtschaft

Getreide: Mangelnde Qualitäten

Das Getreideangebot aus der Landwirtschaft dürfte im September sehr unterschiedlich ausfallen. Vor allem Futterweizen wird von den Erzeugern angesichts der massiven Qualitätsprobleme voraussichtlich umfangreich an den Handel abgegeben. Dagegen dürfte das Angebot an Ware hoher Qualität sehr überschaubar ausfallen. Vor allem der im letzten Drittel der Ernte gedroschene Weizen wies überwiegend nur Futterqualität auf. Der Wettbewerb um backfähiges Brotgetreide wird sich im September verschärfen, zumal neben den Mühlen auch die Exporteure nach Ware suchen, um ihre Lieferverpflichtungen zu erfüllen.

Mehr Informationen erhalten Sie hier. http://www.marktundpreis.de/pflanzenbau

Raps: Überschaubares Angebot

Am Rapsmarkt wird im September mit einem überschaubaren Angebot aus der Landwirtschaft gerechnet. Nach der Ernte stand vor allem die Erfüllung von Vorkontrakten im Vordergrund, zumal das Ernteergebnis ja rund ein Zehntel niedriger ausfiel als im Vorjahr und vergleichsweise viel Ware vertraglich gebunden war. Da auch in der EU das Rapsangebot in dieser Saison geringer als im Vorjahr ausfällt, bleibt der Grundton fest.

Mehr Informationen erhalten Sie hier. http://www.marktundpreis.de/pflanzenbau

Kartoffeln: Positive Grundstimmung

Der September hat fast bundesweit mit Nässe auf den Kartoffeläckern begonnen. Daher verspätete sich vielerorts die Vorbereitung der Einlagerung. Ab Mitte September sollten aber optimale Einlagerungsbedingungen herrschen, damit nicht später bei Kälte, noch mehr Regen und vielleicht sogar Frost Qualitätsverluste entstehen. Insgesamt bleibt es bei der positiven Grundstimmung am Markt, die höchstens durch Qualitätseinbußen bei allzu viel Nässe getrübt werden könnte

Mehr Informationen erhalten Sie hier. http://www.marktundpreis.de/pflanzenbau

Obst: Verspätetes Apfelangebot 

Das Angebot an Tafeläpfeln wird im September zwar später und langsamer als in den Vorjahren zunehmen, aber doch rasch die noch vorhandene Ware von der Südhalbkugel verdrängen. Die Absatzergebnisse im wenig sommerlichen August waren für Kernobst ermutigend, der hitzebedingte Einbruch im Juli wurde rasch überwunden. So konnten sogar die oft weniger beliebten Sommersorten im August zu stabilen Preisen platziert werden. Im September kommt dann mit Elstar die wichtigste Sorte aus dem nordwesteuropäischen Anbau auf den Markt. Im Hinblick auf die fast um ein Viertel geringere Ernte wird man keinesfalls drängend anbieten. Auch bei Zwetschen geht man relativ gelassen in den September, denn bei den späten Hauszwetschen soll das Defizit noch höher ausfallen als bisher angenommen. Dabei hatte man schon in den ersten Schätzungen ein Minus von über einem Drittel unterstellt.

Mehr Informationen erhalten Sie hier. http://www.marktundpreis.de/gartenbau

Gemüse: Knappe Marktversorgung

Auf den vielfach zu trockenen Juli folgte ein übermäßig feuchter August. Dieses "Wechselbad" ist den meisten kontinuierlich geernteten Frischgemüsearten wie Salaten oder Blumenkohl nicht gut bekommen, so dass auch im September mit einer eher knappen Marktversorgung zu rechnen ist. Beim Blumenkohl dürfte sich die augenblickliche extreme Knappheit, die durch eine fehlende Blumenanlage während der Hitzeperiode ausgelöst wurde, allerdings entspannen. Bei den typischen Herbst- und Lagergemüsearten haben die reichlichen Niederschläge einen großen Teil des Vegetationsrückstandes verschwinden lassen. Bei den Zwiebeln sorgen die nahezu täglichen Niederschläge allerdings für erhebliche Probleme. Wenn es nicht bald trocken wird kommen zu den eher unterdurchschnittlichen Erträgen auch noch Qualitätsprobleme hinzu.

Mehr Informationen erhalten Sie hier. http://www.marktundpreis.de/gartenbau

 

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