Samstag, 26.05.2012
Bio
| 04.04.2011
Umfrage: Interesse an Ökosaatmais nimmt zu
Bonn - Die Nachfrage nach Ökosaatmais und das Interesse an den Sortenversuchen mit Körner- und Silomais für den ökologischen Anbau haben deutlich zugenommen.
Die Ernteprognosen für Mais werden vom Analystenhaus Strategie Grains nach oben korrigiert.
© Mühlhausen/landpixel
Laut einer aktuellen Umfrage des Deutschen Maiskomitees (DMK) gehen die führenden Maiszüchter für 2011 von einem Wachstum des Inlandsabsatzes von Ökosaatmais um 3.512 Einheiten oder etwa 14 Prozent auf insgesamt 28.454 Einheiten á 50.000 Körner aus. Im Ökolandbau sei die Verwendung von Saatmais aus ökologischer Erzeugung vorgeschrieben, erklärte das DMK. Falls die gewünschte Sorte nicht als Ökoware erhältlich sei, könne auch ungebeizter Saatmais aus konventioneller Produktion eingesetzt werden.
2010: Ökosaatgut zu 40 Prozent aus ungebeiztem, konventionellem Saatgut
Im Jahr 2010 stammten nach Angaben des Maiskomitees 15.424 Einheiten
oder gut 60 Prozent des ausgesäten Saatmaises aus ökologischer Erzeugung. Zu
etwa 40 Prozent - insgesamt 9.518 Einheiten - sei ungebeizter Saatmais aus
konventionellem Anbau genutzt worden. In diesem Jahr werde sich dieses
Verhältnis etwas verschieben; es dürften 65 Prozent des Saatmaises aus
ökologischer Erzeugung stammen, so das DMK. Es verwies darauf, dass in
der Umfrage der Inlandsabsatz erfasst werde. Ökosaatmais, der von
Landwirten oder Händlern eigenständig aus dem Ausland importiert werde,
sei in den Zahlen nicht enthalten.
Ökolandbau stellt besondere Anforderungen an Sorten
Mit dem wachsenden Ökosaatmaisbedarf
ist dem Komitee zufolge auch die Nachfrage nach den Ergebnissen der
entsprechenden Sortenversuche gestiegen. Nicht zuletzt aus diesem Grund
werde die Versuchsserie für Körner- und Silomais dieses Jahr
ausgeweitet, erklärte das DMK. In Bayern und Baden-Württemberg würden
weitere Standorte hinzukommen. Das Maiskomitee führt die Versuchsreihe
seit 2003 gemeinsam mit den Länderdienststellen durch. Der Ökolandbau
stelle besondere Anforderungen an die Sorten, da hier auf den Einsatz
von Saatgutbeizen, Herbiziden und Mineraldünger verzichtet werde,
erläuterte das DMK. In die Sortenversuche würden mehrheitlich Sorten
aufgenommen, für die auch ökologisch vermehrtes Saatgut zur Verfügung
stehe. Außerdem müssten die Sorten vorab die Wertprüfung des
Bundessortenamtes oder die zweijährige EU-Prüfung in Deutschland
erfolgreich durchlaufen haben.
AgE
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