Samstag, 26.05.2012
Bayern: 50 zusätzliche Millionen für die Landwirtschaft
München - Für 2012 wird es einen Nachtragshaushalt geben. Der geplante Finanzrahmen für das Landwirtschaftsministerium stellt Ressortchef Helmut Brunner "ausgesprochen zufrieden".
Vor allem Landbesitzer, nicht die Landwirte selbst, profitieren nach Ansicht des Professors von den Direktzahlungen.
© Mühlhausen/landpixel
Der geplante Nachtragshaushalt 2012, der bei der Finanzklausur am Wochenende beschlossen wurde, sei ein klares Bekenntnis der Staatsregierung zur Land- und Forstwirtschaft sowie zum ländlichen Raum und trage der herausragenden Bedeutung des Agrarressorts bei der Umsetzung der Energiewende Rechnung. Rund 50 Millionen Euro zusätzliche Mittel stehen Landwirtschafsminister Helmut Brunners Ressort im kommenden Jahr zur Verfügung. "Damit können wir wichtige Zukunftsaufgaben anpacken und dringende Anliegen in der Land- und Forstwirtschaft rasch umsetzen", so der Minister.
20 Millionen für die Energiewende
Allein 20 Millionen Euro sollen laut Brunner für Maßnahmen zur
Gestaltung der Energiewende und zur Fortführung des Klimaprogramms
eingesetzt werden. Brunner will damit unter anderem eine qualifizierte
Fachberatung für Investoren im ländlichen Raum aufbauen, die Entwicklung
von Speichertechnologien bei Biogas voranbringen und die heuer
auslaufende Bergwaldoffensive fortführen. Darüber hinaus sollen die
zusätzlichen Mittel für Maßnahmen der Dorferneuerung und für Vorhaben
zur Verbesserung der regionalen Wertschöpfung verwendet werden.
Schwerpunkt gewässerschonende Bewirtschaftung
Als
weitere Schwerpunkte nannte der Minister die gewässerschonende
Bewirtschaftung im Rahmen des Kulturlandschaftsprogramms, den Ausgleich
von Frostschäden - etwa im Wein- und Obstbau, die Unterstützung der
wirtschaftlich gebeutelten Ferkelerzeuger und Zuschüsse an die Kommunen
zur Erbringung von Gemeinwohlleistungen bei der Waldbewirtschaftung.
Darüber hinaus erlauben die zusätzlichen Mittel laut Brunner auch die
beschleunigte Durchführung wichtiger Baumaßnahmen wie etwa des Grünen
Zentrums in Puch im Landkreis Fürstenfeldbruck.
pd
Um ein Kommentar zu schreiben müssen Sie sich einloggen.