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Der Fachausschuss "Agrarstruktur- und Regionalpolitik" des Deutschen Bauernverbandes (DBV) unter Vorsitz von Klaus Fontaine betonte dies anlässlich einer Exkursion in den Schwarzwald. Allerdings sei auch klar geworden, dass die Betriebe im Schwarzwald zum Teil mit extrem schwierigen Bewirtschaftungsverhältnissen zu kämpfen hätten und Ausgleichsmaßnahmen von Bund, Ländern und auch Kreisen beziehungsweise Gemeinden nicht mehr ausreichend bemessen seien, erklärte der DBV am vergangenen Donnerstag in einer Presseverlautbarung.
Sicherung von Arbeitsplätzen
Wie im Schwarzwald sichere der Nebenerwerb überall in Deutschland bäuerliches Eigentum durch kreative Nutzung. Die Nebenerwerbslandwirtschaft habe eine hohe Bedeutung sowohl für den Erhalt der Kulturlandschaft als auch für die Sicherung von Arbeitsplätzen und Wirtschaftskraft in den Dörfern, unterstrich der Bauernverband. Nebenerwerbslandwirtschaft wolle und müsse aber auch wirtschaftlich sein. Laut Angaben des DBV werden mehr als 190.000 landwirtschaftliche Betriebe - das sind 55 Prozent der landwirtschaftlichen Einzelunternehmen in Deutschland - im Nebenerwerb bewirtschaftet. Mit einer durchschnittlichen Flächenausstattung von 14 Hektar werden rund 23 Prozent der von den Einzelunternehmen bewirtschafteten landwirtschaftlich genutzten Fläche von Nebenerwerbsbetrieben bestellt.
In den Leitbildprozess einbringen
Der DBV wies darauf hin, dass sich die Landwirtschaft und ihr Umfeld veränderten. Die Betriebe spezialisierten sich und steigerten weiter ihre Produktivität. Der Staat ziehe sich aus der Marktstützung zurück, und die landwirtschaftlichen Unternehmen, ob im Haupt- oder Nebenerwerb, seien immer mehr den freien Kräften des Marktes ausgesetzt. Diese Entwicklungen habe der Fachausschuss "Nebenerwerbslandwirtschaft und Erwerbskombinationen" zum Anlass genommen, auf den Leitbildprozess des Berufsstandes näher einzugehen und die Frage zu beantworten, wie sich die Vielfalt der Erwerbsformen der deutschen Landwirtschaft in den Leitbildprozess integrieren lasse.
Unbestritten ist laut DBV unter den Vertretern der Nebenerwerbslandwirtschaft der Landesbauernverbände die Notwendigkeit, diesen Leitbildprozess innerhalb des landwirtschaftlichen Berufsstandes engagiert zu führen. Die Nebenerwerbslandwirte in den Landesverbänden seien gefordert, sich in diesen Prozess einzubringen. Jedes gute Konzept könne nur von der Basis und damit auch von den mitwirkenden Nebenerwerbslandwirten ausgehen. (AgE)

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