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[ » ah nachrichten für die Landwirschaft » Energie » Spezielles » Netzausbau ]
Samstag, 26.05.2012
Spezielles | 12.12.2011 Redaktion agrarheute.com

Ausbau der Energienetze verzögert sich

Bonn - Der für die Energiewende nötige Trassenausbau kommt nicht so schnell voran wie vom Gesetzgeber ursprünglich geplant. Darauf hat die Bundesnetzagentur in ihrem aktuellen Monitoringbericht hingewiesen.
Fast jedes Land in der EU kämpft auf seine Weise mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien.© Viola W/aboutpixel.de
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Fast jedes Land in der EU kämpft auf seine Weise mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien.
© Viola W/aboutpixel.de
Demnach sind bei zwölf der im Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) benannten 24 erforderlichen Maßnahmen deutliche Verzögerungen im Genehmigungs- und Realisierungsplan zu beobachten, so dass die jeweils vorgesehene Inbetriebnahme teilweise um mehrere Jahre überschritten wird. Insgesamt sollen laut EnLAG 1807 km neue Trassen verlegt werden. Von den Vorhaben des Bedarfsplans sind laut Netzagentur sieben in der Planungsphase, sechs im Raumordnungsverfahren, acht im Planungsfeststellungsverfahren und eines im Bau. Immerhin zwei der Ausbauprojekte mit insgesamt 214 km Trassen wurden bislang fertiggestellt.
 
Dabei bezeichnete die Bundesagentur den Netzausbau als "Gebot der Stunde", da die Erzeugerkapazitäten auf Basis erneuerbarer Energieträger deutlich zugenommen hätten und gleichzeitig durch die abgeschalteten Atomkraftwerke "dargebotsunabhängige Erzeugungskapazitäten" weggefallen seien. Das bestehende hohe Niveau der Versorgungssicherheit mit Elektrizität könne künftig nur durch massive Investitionen auf allen Netzebenen gewährleistet werden.

Widerstand vor Ort

Die Berichte der Übertragungsnetzbetreiber an die Bundesnetzagentur über den Stand ihrer Ausbauvorhaben lassen laut Monitoringbericht ebenfalls Verzögerungen erkennen. Mitte 2011 hatte sich bereits bei 73 der bis 2014 geplanten 149 Maßnahmen der Zeitrahmen verschoben. Als Gründe nennt die Bundesnetzagentur Verzögerungen im behördlichen Genehmigungsverfahren, beispielsweise wegen Widerstand in der lokalen Bevölkerung, oder Klagen gegen Planfeststellungsbeschlüsse. In einigen Bundesländern seien außerdem Änderungen in den behördlichen Genehmigungsverfahren aufgrund geänderter gesetzlicher Rahmenbedingungen nötig wie beim niedersächsischen Erdkabelgesetz. Weitere Ursachen seien Lieferengpässe bei Anlagenherstellern oder technische Gründe.

Dialogbereitschaft soll für Akzeptanz sorgen

Neben dem beschleunigten Netzausbau will die Bundesnetzagentur künftig einen weiteren Schwerpunkt bei der Beteiligung der Öffentlichkeit setzen. Die eigentlichen Probleme lägen in der Nichtakzeptanz der Bevölkerung und der fehlenden Einsicht, dass der Umbau hin zu einer nachhaltigen Energieerzeugung ohne Netzausbau ins Stocken gerate, heißt es in dem Bericht. Durch "eine verstärkte Dialogbereitschaft" will die Agentur an einer höheren Akzeptanz mitwirken.
AgE
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Keywords Energie | Energiewende | Erneuerbare | Genehmigungsverfahren | Netz | Netzausbau | Stromnetz | Widerstand
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