11.05.2009
Förderung
Paris bessert Hilfen für den Umstieg auf Biolandwirtschaft nach
Paris - In Frankreich hat Landwirtschaftsminister Michel Barnier aufgrund der starken Nachfrage seitens der Landwirte die staatlichen Hilfen für die Umstellung auf den Ökolandbau für 2009 um weitere 3 Mio Euro aufgestockt.

(Foto: BLE/Thomas Stephan )
Der Ressortchef hatte bereits im Oktober 2008 eine Erhöhung von jeweils 12 Mio Euro für die Jahre 2009 bis 2011 in Ergänzung zu den bisherigen Umwidmungshilfen in Höhe von 22 Mio Euro zugesagt. Damit soll der bislang landesweit geltende Höchstbetrag von 7.600 Euro pro Jahr und Betrieb bei einer Umstellung auf den Ökolandbau entfallen. Diese Maßnahme betrifft dem Agrarressort zufolge Flächen, die seit dem 16. Mai 2008 umgewidmet werden. Konkret hat der Minister vor allem die Getreideproduzenten im Blick, die bislang nur zögerlich zu einer Umstellung bereit waren.
Um dem seit Jahren stagnierenden Ökolandbau auf die Sprünge zu helfen, wird der mögliche pauschale Abzug von der Einkommensteuer für Biolandwirte von bislang 1.200 Euro pro Jahr ab 2009 auf 2.400 Euro verdoppelt, zusätzlich eines Freibetrags von 400 Euro pro Hektar kultivierter Biofläche. Gemäß den Beschlüssen des Grenelle-Umweltgipfels soll in Frankreich das ökologisch bewirtschaftete Areal bis 2012 verdreifacht werden und damit 6 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche ausmachen. Des Weiteren will die Regierung das Angebot von Bioprodukten in der Gemeinschaftsverpflegung bis 2012 auf 20 Prozent steigern. Barnier begrüßte, dass in diesem Jahr deutlich mehr Umstellungsanträge gestellt worden seien. Der Ökolandbau passe voll und ganz in die französische Strategie einer nachhaltigen Landwirtschaft. Der Ressortchef wies zugleich darauf hin, dass die nationalen Umstellungshilfen im Rahmen der Zweiten Säule der EU-Agrarpolitik kofinanziert würden. (AgE)
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