Haltung und Mast Ab gehts nach Hause: Almabtrieb im Tegernseer Tal

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Zum traditionellen Almabtrieb am Kirchweihsamstag im Tegernseer Tal, der gleichzeitig auch der letzte ist, zeigte sich Petrus Mitte Oktober von seiner allerbesten Seite.

Der Derschbauer, Anton Maier, zog mit seinen rund 30 Stück prächtig geschmücktem Vieh von der Wechselalm nach Rottach-Elmau, wo die Heimkehrer von zahlreichen Zaungästen empfangen wurden. Auch die jüngsten Familienmitglieder halfen schon fleißig mit und ließen es sich nicht nehmen, die knapp zwei Stunden mitzugehen.

Existenzsicherung für den Heimbetrieb

Der Heimbetrieb und die dazugehörige Alm bildeten schon immer eine Bewirtschaftungseinheit, heißt es auf der Internetseite des Almwirtschaftlichen Vereins Oberbayern. Demzufolge liefern die Almflächen zwischen 15 bis 30 Prozent des gesamten Futterbedarfes. Nur bei wenigen Betrieben gehe der gesamte Kuh- und Jungviehbestand auf die Alm. Dies ist der Fall, wenn im Tal wenig Flächen oder nur steile Flächen vorhanden sind.
 
Almen seien immer schon Grundlage für eine gesunde Jungviehaufzucht gewesen, da sich die Tiere in einer natürlichen Umgebung artgemäß verhalten können. So legen die Rinder nach wissenschaftlichen Untersuchungen bei der Futtersuche, bei der sie im Durchschnitt 50 kg Weidegras pro Tag aufnehmen, bis zu fünf Kilometer zurück. Das stärkt die Muskulatur und die inneren Organe. 
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