Spezielles BEE-Präsident kritisiert Energiekosten-Diskussion

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Berlin - Dietmar Schütz vom Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) wirft der Regierung vor, dass sie die Kosten der Energiewende allein den privaten Verbrauchern aufbürdet.

Schuetz-Dietmar_BEE.jpg © BBEE Bundesverband Erneuerbare Energien Bild vergrößern
Dietmar Schütz, BEE-Präsident.
BEE-Präsident Dietmar Schütz kritisiert an der aktuellen Energiekosten-Diskussion: "Es ist schlichtweg falsch, steigende Energiekosten für private Verbraucher allein den Erneuerbaren Energien anzulasten. Wahr ist: Die Bundesregierung sorgt dafür, dass die Kosten für den notwendigen Umbau unserer Energieversorgung auf immer weniger Schultern verteilt werden. Denn sie befreit weite Teile der Industrie von den Kosten der Energiewende. Immer mehr Unternehmen müssen sich weder an den Kosten für den Ausbau Erneuerbarer Energien, noch an den Kosten für den notwendigen Umbau der Stromnetze beteiligen – zu Lasten der privaten Stromkunden und der vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen."

"Erneuerbare Energien senken messbar den Strompreis an der Strombörse"

Hinzu komme, dass die Erneuerbaren Energien zum Vorteil der Industrie messbar den Strompreis an der Leipziger Strombörse senkten. Wegen niedrigerer Grenzkosten verdrängt der Strom aus regenerativen Quellen an der Strombörse zunehmend den teuer erzeugten konventionellen Strom ("Merit-Order-Effekt"), erläutert Schütz in einer Presseerklärung. Gleichzeitig sorgten die preissenkenden Effekte der Erneuerbaren Energien dafür, dass der zeitweilige Einsatz teurer fossiler Kraftwerke keine Preisexplosion an der Börse auslöse.

Werden Kosten der Energiewende auf einige wenige Schultern verteilt?

Während die deutsche Industrie allein durch diesen Effekt 2010 um rund 1,2 Milliarden Euro entlastet worden seien, blieben privaten Verbrauchern auch diese Vorteile verwehrt. Schütz: "Die Energiewende ist nicht zum Nulltarif zu haben. Ihre Kosten müssen daher fair verteilt werden. Wer die Kosten der Energiewende bewusst auf immer weniger Schultern verteilt, darf nicht kritisieren, dass die Belastungen für den Einzelnen immer weiter steigen."
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