Spezielles Biotreibstoffe: Diskussion um neue Auflagen ergebnislos

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Brüssel - Der Streit um zusätzliche Nachhaltigkeitskriterien für Biotreibstoffe geht weiter: Die EU-Kommission hielt eine Orientierungsdebatte ab, ohne zu einer Einigung zu gelangen.

Biokraftstoffe_Zapfsäule-Ra.jpg © Heino Pattschull/fotolia.com Bild vergrößern
Als problematisch bezeichnete Baumann die Obergrenze für auf Anbaubiomasse basierte Biokraftstoffe.
Die EU-Kommission möchte Biokraftstoffe besser mit der Umwelt in Einklang bringen. Eine Orientierungsdebatte zum Thema brachte das Kollegium der EU-Kommissare vergangene Woche in Brüssel kaum weiter. Vor allem indirekte Landnutzungsänderungen (ILUC) bleiben ein ungelöstes Problem. Alle Kommissare möchten verhindern, dass der Regenwald wegen der Biotreibstoffe gerodet wird. Bisher wurde aber noch keine Methode gefunden, um die ILUC sinnvoll zu erfassen.

Geforderte Emissionseinsparungen könnten steigen

Dennoch halten vor allem EU-Klimakommissarin Connie Hedegaard und EU-Umweltkommissar Janez Potocnik am ILUC-Konzept fest. Andere Kommissare sprachen sich für einfachere Wege aus, um die Umweltanforderungen an Biotreibstoffe zu erhöhen. So könnten die geforderten Einsparungen an Treibhausgasen von bisher 35 auf 60 Prozent erhöht werden. Für bestehende Anlagen sollen die Anforderungen niedriger bleiben. Obwohl die Kommission einen Vorschlag schon mehrmals angekündigt hatte, hält sie am Ziel fest, noch vor der Sommerpause etwas vorzulegen.
 

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