EU-Ökolandbau DBV: 'Reformverfahren der EU-Ökoverordnung einstellen'

Rind auf Weide © ah/agrarfoto.com Bild vergrößern
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Der Deutsche Bauernverband fordert eine endgültige Rücknahme des Reform-Entwurfs. Die bestehende Öko-Verordnung solle schlicht weiterentwickelt werden.

Der Öko-Beauftragte des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Dr. Heinrich Graf von Bassewitz, begrüßte, dass der Berichterstatter des Europa-Parlaments die Revision der EU-Ökoverordnung für gescheitert erklärt hat. Angesichts der festgefahrenen Trilog-Situation zwischen EU-Kommission, EU-Parlament und Agrarrat fordert Bassewitz die endgültige Rücknahme der Revision der EU-Ökoverordnung.

Reform-Vorschlag würde Ökolandbau unmöglich machen

In drei Jahren Debatte sei es nicht gelungen, einen Kompromiss zu finden, so Bassewitz. Im Gegenteil: Die Pläne zu Sondergrenzwerten der EU-Kommission hätten die Koexistenz zwischen ökologischer und konventioneller Landwirtschaft in Frage gestellt. Die Sondergrenzwerte würden den Ökolandbau in weiten Teilen Europas unmöglich machen. „Es ist endlich an der Zeit, die bestehende und in weiten Teilen gut funktionierende Öko-Verordnung weiterzuentwickeln und den untauglichen Kommissionsentwurf zu beerdigen.

Ziele der Weiterentwicklung

Das Ziel einer Weiterentwicklung müsse nach Überzeugung von Bassewitz sein, Fortschritte in der Nachhaltigkeit auch im Ökolandbau anzuregen und die Zusammenarbeit in der Kontrollarbeit in der EU zu verbessern. Notwendig sei außerdem die Klärung drängender Grundfragen wie die der sicheren Verfügbarkeit von Saatgut, Zuchttieren und Eiweißfutter für die Ökobauern. 


Mit Material von DBV

6 Tipps zur effektiven Weidehaltung: Das können Sie tun
  • Tipp 1: Fläche richtig kalkulieren Um die notwendige Fläche zu kalkulieren, sollte bei der Vollweidehaltung pro Kuh mit etwa 0,3 bis 0,4 ha Weidefläche gerechnet werden.

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  • Tipp 2: Weiderest einkalkulieren Der Landwirt soll über zehn Prozent Weiderest einkalkulieren, da die Kühe auf der Weide das beste Futter selektieren.

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  • Tipp 3: Kühe mit Wasser versorgen Tränken müssen in ausreichender Größe und in nicht zu weiter Entfernung aufgestellt sein. An heißen Tagen kann der Wasserverbrauch pro Kuh auf 150 l steigen. Sind die Wege zu weit, suchen die Tiere die Tränken nicht auf. Als Faustzahl gilt: Innerhalb von 100 Metern muss die nächste Tränke erreichbar sein.

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  • Tipp 4: Untersuchungen vornehmen Nasse Flächen und Ecken fördern das Überleben von Parasitenlarven. Sechs bis acht Wochen vor dem Weideaustrieb empfiehlt es sich, die Herde auf Lungenwürmer zu testen. Anschließend, in der zweiten Beweidungsphase, ist es ratsam, eine Untersuchung auf Magen-Darm-Würmer vorzunehmen.

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  • Tipp 5: Arbeitsbelastung senken Durch Weidehaltung wird die Arbeitsbelastung bestensfalls gesenkt. Allerdings müssen die Kühe zur und von der Weide getrieben werden.

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  • Tipp 6: Mehrere Personen für den Umtrieb organisieren Muss beim Umtrieb eine Straße überquert werden, sind mehrere Personen notwendig.

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