Zuckerrüben EU-Kommission will Zuckerpreise senken

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Brüssel - Das Angebot an Zucker wird in der EU erhöht. Die EU-Kommission ermöglicht den Verkauf von Zucker ohne Quote und erleichtert zudem die Einfuhr.

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Die Erzeugerpreise fallen im August im Schnitt billiger aus als im Vorjahr. Der Preis für Zucker sank um 13,2 Prozent.
Demnach sollen 250.000 Tonnen ohne Quote an die Lebensmittelindustrie verkauft werden. Die Überschussabgabe beträgt 211 Euro pro Tonne Zucker. Dies hat die EU-Kommission am Donnerstag im Verwaltungsausschuss entschieden.

Höhe der Abgabe umstritten

Umstritten ist die Höhe der Abgabe, die vor allem von den Verwendern kritisiert wird. Die EU-Kommission hat das Ziel, die hohen Zuckerpreise in der EU zu senken, möchte aber auch keine Steuern verschwenden. Juristen der Kommission lehnen Verkäufe auf dem EU-Binnenmarkt ohne Überschussabgabe ab. Deshalb hat die Kommission die Differenz aus dem Zuckerpreis in der EU und dem aktuellen Weltmarktpreis ausgerechnet und 211 Euro pro Tonne als Überschussabgabe festgesetzt.
 
Freigabe von Nich-Quotenzucker wirkungslos
 
Die Süßwaren- und Getränkeindustrie hält die Freigabe von Nicht-Quotenzucker unter diesen Bedingungen für wirkungslos. Immerhin wurde während der Beratungen im Verwaltungsausschuss die Antragsmenge einzelner Zuckeranbieter für die Umwandlung von Quotenzucker von 30.000 auf 50.000 Tonnen gesteigert, was die Attraktivität der Maßnahme erhöht. Weiterhin kann schon im Mai Zucker vom Weltmarkt mit Zollabschlag eingeführt werden. Die EU-Kommission bietet am 2. und 23. Mai zusätzliche Gebotstermine an.
 
Ob die Einfuhrausschreibung den Zuckerpreis in der EU senken wird, hängt in diesem Fall von der Zuschlagshöhe der Kommission ab. Die Zuckerverwender hatten eine Ausschreibung von einer Million Tonnen Zucker zum Nullzollsatz gefordert.
 
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