Kartoffeln Kartoffeln: Diese Nährstoffe fehlen der Knolle

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Damit der Bestand gesund bleibt und einen hohen Ertrag liefert, müssen die Pflanzen ausreichend mit den richtigen Nährstoffen versorgt sein. Wo es oft Defizite gibt, lesen Sie hier:

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Mit der Krautfäule ist in Kartoffelbeständen nicht zu spaßen.
Kulturpflanzen sind oft nicht aureichend mit den richtigen Nährstoffen versorgt. Standort und Witterung bestimmen den Gehalt und die Verfügbarkeit für die Pflanzen. Eine Pflanzenanalyse von über 100 Kartoffel-Proben zeigt die häufigsten Nährstoffdefizite. Die Ergebnisse wurden im aktuellen Newsletter von effizientduengen.de veröffentlicht. 
 
Der häufigste Mangel bei den beprobten Kartoffeln war der von Kalium. 60 Prozent der Proben zeigten eine Unterversorgung. Der Grundnährstoff beeinflusst den Stärkegehalt und die Qualität der Knolle, bei einem Mangel sind die Kartoffeln meist anfälliger für Blaufleckigkeit

Phospat und Mangan

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  • Auffällig ist die hohe Anzahl an Proben mit Phosphat-Mangel, da dieser Nährstoff im Kartoffel-Anbau besonders wichtig ist. Bei Mangel bilden die Pflanzen weniger Seitenwurzeln und Knollen aus und die Stärke-Einlagerung in den Knollen und deren Dickenwachstum ist gestört. Dies führt zu weniger Ertrag.

  • Rund 37 Prozent der Kartoffel-Proben wiesen eine starke Mangan-Unterversorgung auf. Die Verfügbarkeit ist vom Sauerstoff-Gehalt und dem pH-Wert im Boden abhängig. Sie steigt mit niedrigen pH-Werten und Sauerstoff-Mangel. Durch ein Mangan-Defizit sind die Pflanzen anfälliger für Krankheiten und die Photosynthese-Leistung kann beeinträchtigt sein.

  • Die Mikronährstoffe Zink und Bor waren ebenfalls häufig im Mangel.

Pflanzenanalyse gibt genaue Auskunft

Ob die Bestände ausreichend mit allen Nährstoffen versorgt sind, kann mit Pflanzenanalysen überprüft werden. Die Ergebnisse der Mais- und Kartoffel-Proben aus 2014 zeigen deutlich, dass die Bestände oft unzureichend versorgt sind. Eine Blattdüngung kann oft noch Ertrag sichern.
 
 
Pflanzenproben können beispielsweise mittels Yara Megalab gemacht werden. Dafür werden die oberirdischen Pflanzenteile in ein Labor geschickt und dort auf ihren Nährstoff-Gehalt untersucht. Die Pflanzenanalysen können Sie unter www.yara-webshop.de bestellen.

Cercospora-Blattflecken oder Rübenrost? Die wichtigsten Krankheiten bei Zuckerrüben mit ihren Syptomen im Überblick. Fotos: Strube

Blattkrankheiten bei Zuckerrüben
  • Der Pilzbefall führt bis zur vollständigen Mumifizierung des Rübenkörpers.
  • Die Zysten sind die weiblichen Älchen (Nematoden) nach der Begattung durch die Männchen. In ihren aufschwellenden Hinterleibern bilden sich die Eier mit den Larven.
  • Cercospora-Blattflecken sind rund und variieren farblich von leuchtend orange-braun bis grau-braun.
  • Das Innere eines Flecks wird grau und stirbt ab.
  • Bei starkem Befall gehen die Flecken ineinander über ...
  • ... und können sehr viel Blattfläche zerstören.
  • Bei frühem Befall kann der gesamte Blattapparat zerstört werden.
  • Unter dem Kopf ist der Rübenkörper durch den Befall von Rübenkopfälchen torfmullartig verfault.
  • Im August werden die Schäden durch den Befall mit Rübenkopfälchen sichtbar.
  • Die ersten Mehltaupusteln sind unscheinbar.
  • Bei einem starkem Befall ist das ganze Blatt weiß wie mit Mehl bepudert.
  • Ein Fächer an Befallsstufen kann sich bei der Bestandeskontrolle ergeben.
  • Bei stärkerem Druck und optimalen Witterungsbedingungen für den Pilz ist der gesamte Bestand betroffen.
  • Nematodenresistente Zwischenfrüchte reduzieren den Verseuchungsgrad erheblich - im Bild Gelbsenf. (Foto: Schlathölter)
  • Bei schweren Befallssituationen können die Ertragseinbußen beträchtlich sein und bis zu 45 % betragen.
  • Durch ständige Neubildung von Seitenwurzeln bildet sich ein Wurzelbart.
  • Bei der späten Rübenfäule welken die Blätter von innen nach außen.
  • Im Frühstadium zeigen sich dunkelbraune, trockenfaule Flecken am Rübenkörper.
  • Sekundärinfektionen kommen hinzu und verstärken die Fäulnis.
  • Ein stark mit Rübenrost befallenes Zuckerrübenblatt.
  • Bei näherem Hinschauen erkennt man kleine aufplatzende pockenartige Erhebungen auf dem Blatt.
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