Kartoffeln Kartoffeln: Gute Ernte, schlechte Preise

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Mit einer etwas größeren Kartoffelernte als im Vorjahr rechnet der Deutsche Bauernverband. Nicht zufriedenstellend seien allerdings die Preise: Sie decken nicht einmal die Kosten.

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Nach der Frühkartoffel- läuft jetzt die Haupternte an.
Gestern hat der Deutsche Bauernverband sein Erntefazit gezogen. Bei Frühkartoffeln überzeugen sowohl die Erntemengen, als auch die Qualitäten.
 
Nach den Frühkartoffeln beginnt jetzt die Haupternte. Auch hier scheinen die Qualitäten wie auch die Mengen bisher gut. Allerdings werden die Rodearbeiten immer wieder durch Regenschauer unterbrochen.

Etwas größere Ernte als im Vorjahr erwartet

Der Bauernverband erwartet 2014 eine größere Kartoffelernte als im Vorjahr, in dem Landwirte 9,67 Millionen Tonnen gerodet haben. Das langjährige Mittel liegt bei rund elf Millionen Tonnen.
 
Das Statistische Bundesamt beziffert die diesjährige Anbaufläche (vorläufig) mit 245.000 Hektar, was leicht über dem Vorjahreswert läge.

Erzeugerpreise nicht kostendeckend

Wenig zufriedenstellend sind die momentan gezahlten Erzeugerpreise: "Wenn im Kartoffelanbau nicht einmal die Kosten gedeckt werden können, werden einige Berufskollegen zukünftig in den Anbau anderer Ackerkulturen einsteigen", prognostiziert Martin Umhau, Vorsitzender des DBV-Fachausschuss für Kartoffeln.
 
Die durchschnittlichen Erzeugerpreise bewegen sich Verbandsangaben zufolge derzeit bei zehn bis zwölf Euro pro Dezitonne, und liegen damit trotz bester abgelieferter Qualitäten auf einem extrem niedrigen Niveau. Im vergangenen Jahr hätten Kartoffelbauern noch mehr als 30 Euro pro Dezitonne für freie Ware erzielt.
 
Langfristig geht der Kartoffelanbau in Deutschland immer weiter zurück, was vor allem auf den verringerten Anbau von Stärkekartoffeln zurückzuführen ist. 

Viele weitere Informationen zur diesjährigen Ernte in Deutschland finden Sie in unserem Themendossier ...

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