Kartoffeln Kartoffeln weiterhin auf Krautfäule checken

von , am

Bei anhaltend wechselhafter Witterung und Schauerneigung ist in Kartoffeln weiterhin auf Krautfäule zu achten. Was Landwirt dagegen tun kann, erklärt das LfULG Sachsen.

Bild auf Agrarheute.com © Werkbild Bild vergrößern
Mit der Krautfäule ist in Kartoffelbeständen nicht zu spaßen.
"Aufgrund der örtlich bzw. kleinräumig sehr unterschiedlichen Niederschlagsverteilung beziehungsweise -menge sind auch die Infektionsbedingungen für die Krautfäule recht differenziert." Dies schreibt das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) in seinem aktuellen Pflanzenbaurat. Die Spritzabstände sollten daher unter Berücksichtigung des aktuellen regionalen Infektionsdruckes sowie weiterer schlagspezifischer Bedingungen, wie

  • Krautwachstum,
  • Sortenanfälligkeit,
  • örtliche Niederschlagsmenge,
  • Fungizidart
individuell für den Schlag angepasst werden.

Krautfäule: Lokalsystemische Fungizide nutzen

Das LfULG Nutzen empfiehlt für die Entscheidung für oder gegen ein Spritzen unter anderem die Prognosemodelle von ISIP. Wird ein erster Krautfäulebefall im Bestand festgestellt, müsse schnell gehandelt werden, um eine epidemieartige Ausbreitung dieser gefährlichen Pilzkrankheit zu verhindern:
  • Empfohlen werden von der LfULG Tankmischungen der vollen Aufwandmenge eines lokalsystemischen Produktes mit einem sporiziden Präparat (Ranman Top, Shirlan, Shaktis, etc.).
  • Die Spritzabstände bei einer Stoppspritzung sollten möglichst nicht mehr als drei Tage auseinander liegen.
  • Bei der Bekämpfungsstrategie sollte darauf geachtet werden, zur Resistenzvermeidung Fungizide unterschiedlicher Wirkklassen (FRAC) im Wechsel und die Präparate Ridomil, Epok und Fantic nur einmal und nicht bei sporulierendem Befall zu applizieren.
Landlive Kommentare