Warenterminbörsen Kontrakttief: Weizen verliert 3,50 ct

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Die Notierungen sind weiterhin einheitlich rückläufig. An der CBoT verlor der Weizen 3,50 ct auf 393,50 ct/bu.

Anhaltende Niederschläge in Südamerika sorgten für weiter nachgebende Notierungen an den internationalen Warenterminmärkten. An der CBoT verlor der Weizen 3,50 ct auf 393,50 ct/bu und markierte damit auf Schlusskursbasis ein neues Kontrakttief.

Der Mais musste 1,50 ct abgeben auf 345,75 ct/bu. Bei der Sojabohne rutschte nun auch der März-Kontrakt unter die 10 Dollar-Marke. Für den Fronttermin Januar ging es 5,50 ct rückwärts auf 989,00 ct/bu.

Raps verliert 5,25 Euro

Auch die Matif verzeichnete bei erwartungsgemäß verhaltener Handelsaktivität rückläufige Notierungen. Der Weizen musste 1,50 € abgeben auf 165,75 €/to.

Für den Raps ging es sogar 5,25 € abwärts auf 405,25 €/to, womit die 400 €-Marke wieder deutlich näher gerückt ist.

Im bisherigen heutigen Handelsverlauf zeigt die CBoT eine deutlich freundliche Tendenz. Auch die Matif sollte daher in die verkürzte Handelswoche mit Zugewinnen starten.


Bester Landwirt Deutschlands: So ist der Betrieb aufgestellt
  • Michael Dörr  (42) aus Roßdorf (Hessen), ist Landwirt des Jahres 2016 und wurde gleichzeitig Sieger in der Kategorie Milchviehhalter beim CeresAward.

    „Die Milchviehhaltung hat der Gewinner bis ins Detail im Griff. Er hat dadurch einen Betrieb aufgebaut, der stets auf dem aktuellen Stand in puncto Haltung und Tierwohl ist.“ urteilte die Fachjury des CeresAward.

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  • 320 Kühe werden derzeit auf dem Betrieb gemolken. Der Landwirt hat in den letzten Jahren ein beachtliches Wachstum hingelegt. So hatte der Karlshof 1990 noch 90 Kühe mit einer durchschnittlichen Leistung von rund 7.000 kg Milch. Heute werden je Kuh und Jahr fast 11.000 kg Milch erzeugt.

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  •  Der Wachstumsprozess ging einher mit einer stetigen Erweiterung der Hofstelle und dem Bau von separaten Ställen für Kälber, Jungvieh und Abkalbern.

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  • Im Zuge des Stallneubaus im Jahr 2002 baute Dörr auch seine erste Biogasanlage mit 80 Kilowatt. 2014 baut er eine neue Anlage, die 250 KW leistet.

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  • Dörr bewirtschaftet 155 ha Ackerfläche und 55 ha Grünland. Der knappe Faktor auf dem Karlshof ist die Zeit. „Arbeitsarme Zeiten nutze ich für meine Familie, in den Arbeitsspitzen helfen alle mit, auch meine Kinder.“

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  • Eine weitere Herausforderung ist die Vermarktung der Milch. Seit 2004 verkauft er Rohmilch über einen Automaten direkt an Verbraucher. Diesen Bereich hat er Stück für Stück ausgebaut. Heute verkauft er neben eigener Milch und Milchshakes auch Produkte aus der Umgebung.

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  • Bei so einem rasanten Wachstum ist die Organisation der Arbeit eine der wichtigsten Aufgaben auf dem Betrieb. Hier plant Dörr den Aufbau einer zweiten Führungsebene:

    „Wenn wir uns nachhaltig aufstellen wollen, dann ist es nötig, die Arbeit auf mehrere Schultern zu legen. Dazu gehört zum Beispiel die Aufteilung der Arbeitsbereiche Biogas und Milchviehhaltung. Hierfür werden wir künftig je eine Person haben, die gemeinsam mit Lehrlingen und Aushilfen die jeweiligen Bereiche eigenverantwortlich führen sollen."

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  • Als „politischen Werbeträger“ bezeichnet sich Michael Dörr. Wohl, weil schon Politiker vieler Parteien seinen Betrieb besucht haben. Außerdem ist der Hof immer wieder Drehort für Fernsehberichte oder Anlaufpunkt für Journalisten.

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