Spezielles Kverneland steht zum Verkauf

von

Die international operierende Kverneland-Gruppe mit Hauptsitz in Norwegen steht zum Verkauf. Zur Zeit gibt es drei konkrete Interessenten für eine Übernahme.

Kubota hat im Dezember vergangenen Jahres 31,8 Prozent des 1879 gegründeten Traditionsunternehmen Kverneland, unter anderem weltbekannter Hersteller von Pflügen, übernommen.
Wie bereits am Freitag bekannt wurde, hat der Aufsichtsrat der Kverneland-Gruppe einem Verkauf des Unternehmens zugestimmt. Derzeit stehen sowohl Kubota als auch der CNH-Konzern in Übernahmeverhandlungen mit dem renommierten Landtechnikhersteller, zu denen auch die Marken Vicon, Accord und Rau gehören. Als dritter konkreter Interessent trat der chinesische Maschinenbaukonzern Chery Heavy Industries Ltd. in Erscheinung. Die Gebote liegen derzeit bei 8,50 und 9,50 NOK (Norwegische Kronen) pro Aktie. Es ist nicht ausgeschlossen, dass in den kommenden Tagen und Wochen weitere Interessenten hinzu kommen.

Attraktiver Übernahmekandidat

Kverneland geriet aufgrund von früheren Managementfehlern bereits Jahre vor der letzten Wirtschafts- und Finanzkrise ins Trudeln und verkaufte 2010 schließlich seine Fabrik in Geldrop, in der neben Trommelmähwerken auch Pressen produziert werden, an Kuhn. Restrukturierungsmaßnahmen, Produktinnovationen und steigende Absätze in 2010 und 2011 verhalfen dem Unternehmen mit aktuell etwa 2500 Mitarbeitern aber wieder zu neuer Stärke und einer Rückkehr in die Gewinnzone, was sich auch im Aktienkurs widerspiegelte. 2010 wurde sogar ein Vertriebs-Joint-Venture mit Gallignani und AGCO sowie 2011 mit Veenhuis und CNH abgeschlossen. Damit bietet Kverneland heute ein umfassendes Portfolio an Produkten für den Ackerbau und die Grünlandbewirtschaftung an. Zudem ist das Unternehmen auf dem Gerätesektor führend beim Thema Isobus.

Kverneland: Spannende Neuheiten bei der ISOBUS-Technik

Schlagwörter
Technikboerse
Auch interessant: