Milchproduktion Milchauktion: Globaler Milchmarkt weiter stabil

© landpixel Bild vergrößern

Berlin - An der globalen Handelsbörse für Milchprodukte (GlobalDairyTrade) gaben die Auktionspreise in der letzten Handelsrunde am 1. Februar leicht um 0,9 % nach.

© adimas/Fotolia Bild vergrößern
Im Vergleich zum Februar vor einem Jahr waren die Preise für die 7 gehandelten Milchprodukte damit rund 15 % niedriger. Etwa seit September letzten Jahres bewegen die Auktionspreise jedoch in einer sehr engen Spanne von gerade einmal 5 %. Dies deutet nach der Korrektur der Weltmarktpreise Mitte letzten Jahres von etwa 25 %, auf eine Stabilisierung der Nachfrage und des Welthandels mit Milchprodukten hin. Bestätigt wird diese Stabilisierung durch die laufenden Außenhandels- bzw. Exportdatendaten. So hat China als einer der wichtigsten Nachfrager am Weltmarkt zum Jahresende wieder deutlich mehr Milchpulver eingekauft als in den Vormonaten.

Alle Auktionspreise etwas schwächer

Bei der aktuellen Auktion am 1. Februar gaben die Preise für alle 7 gehandelten Milchprodukte mehr oder weniger deutlich nach. Am geringsten waren die Preisabschläge bei Magermilchpulver mit - 0,5 % sowie Vollmilchpulver mit - 0,9 %. Auch bei Käse (Cheddar) war der Preisrückgang mit - 1,1 % noch relativ moderat. Dagegen fielen die Abschläge für wasserfreies Milchfett (AMF) mit - 3,5 % und vor allem für Kasein mit - 4,3 % sowie für Milch-Protein-Konzentrat (MPC70) mit - 4,9 % schon weitaus kräftiger aus. Gegenüber Februar letzten Jahres sind die Preiseinbußen für AMF mit rund 40 % am stärksten, während Vollmilch – und Magermilchpulver derzeit etwa 16 % bzw. 12 % weniger kosten als vor 12 Monaten.

Mittelfristige sind Pulverpreise stabil

Etwas anders sieht die Preisentwicklung der Produkte jedoch im mittelfristigen Vergleich aus. So hat sich in den letzten 12 Wochen vor allem AMF wieder verteuert und kostetet Anfang Februar sogar 20 % mehr als Anfang November 2011 und auch die Notierungen für Buttermilchpulver zogen seit November um rund 17 % an. Die derzeitigen Auktionspreise für Käse sind ebenfalls rund 7 % höher sind als vor 12 Wochen. Demgegenüber bewegen sich Preise für Vollmilch- und Magermilchpulver sowie Milch-Protein-Konzentrat in etwa auf dem gleichem Niveau wie im November. Am stärksten sind seit November mit etwa 16 % die Preise für Kasein gefallen.

Spotmarktpreise wenig verändert

Dr. Olaf Zinke/Marktanalyst dlv
Die Spotmarktpreise beim Export europäischer Milchprodukte (fob Hafen), veränderten sich bis in die zweite Januarhälfte ebenfalls kaum. Etwas nachgegeben haben lediglich die Notierungen für Butter und Butteröl, während Voll- und Magermilchpulver zu unveränderten oder leicht schwächeren Preisen exportiert wurde. Die Preise für Molkepulver waren hingegen stabil. An den ozeanischen Exporthäfen war blieben die Preise für Käse (Cheddar) und für Butter fast unverändert. Die Exportpreise für Vollmilch und Magermilchpulver gaben hingegen leicht nach. Am EU-Binnenmarkt blieben die Preise auf Großhandelsebene weiterhin stabil. Die von der EU-Kommission Ende Januar veröffentlichten Preise für die wichtigsten Milchprodukte notierten nahezu unverändert. Lediglich die Butterpreise waren weiterhin leicht rückläufig.

 
 
 

Video: Mlchwirtschaft - Ist Deutschland fit für den internationalen Handel?

Schlagwörter
Landlive Kommentare