Geflügel Niederländer arbeiten an Nachhaltigkeitsstandards

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Der niederländische Lebensmitteleinzelhandel plant ab 2020 nur noch nachhaltig erzeugtes Fleisch verkaufen. Nun müssen Standards für Nachhaltigkeit in der Geflügelproduktion definiert werden.

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4 Cent pro Kilogramm Geflügel geht in den Topf der Initiative Tierwohl.
Der niederländische Geflügelsektor hat das Projekt "Das Hähnchen von morgen" aus der Taufe gehoben. Wie die niederländische Wirtschaftsgruppe für Geflügel und Eier (PPE) in der vergangenen Woche mitteilte, reagierte die Branche mit dem Projekt auf einen Beschluss des niederländischen Lebensmitteleinzelhandelsverbandes. Dem Verband zufolge wolle Der Handel ab 2020 nur noch Fleisch aus nachhaltiger Erzeugung verkaufen. In intensiven Gesprächen diskutierten Branchenvertreter derzeit mit den Entscheidungsträgern des Handels, welche Anforderungen nachhaltig erzeugtes Geflügelfleisch in Zukunft erfüllen müsse.
 
In einem wichtigen Punkt seien sich alle Beteiligten einig: Die Nachhaltigkeitsstandards müssten weit über die Aspekte Tierwohlsein und -gesundheit hinausgehen. Außerdem sei es eine besondere Herausforderung, die verschiedenen Nachhaltigkeitskriterien miteinander in Einklang zu bringen, um am Ende optimale Standards zu etablieren. Im Februar sollen die Ergebnisse der derzeit laufenden Beratungen veröffentlicht werden.
 

Niederländer essen mehr Geflügel

Im Jahr 2012 hatten die niederländischen Haushalte so viel wie noch nie zuvor für Geflügelfleisch ausgegeben, und zwar insgesamt 225 Millionen Euro. Die Produktionskurve zeigte ebenfalls nach oben: Laut PPE wurden knapp 900.000 Tonnen Geflügelfleisch erzeugt, nach 850.000 Tonnen im Vorjahr. Der mit Abstand bedeutendste Abnehmer von holländischem Geflügelfleisch ist Deutschland.
 
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