Mais Wie reif ist der Mais?

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Hannover - Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen hat mit ihren Ergebnissen der zweiten Maisreifeprüfung die optimalen Erntetermine ermittelt.

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Für Deutschland wird eine gute Maisernte vorhergesagt. Analysten rechnen mit 10,04 Tonnen pro Hektar.
In vielen Regionen Niedersachsens werden bereits die Erntetermine für den Silomais mit den Lohnunternehmen oder Maschinenringen festgelegt. Dabei muss schon jetzt die weitere Abreife der zu erntenden Bestände richtig eingeschätzt werden. Der Silomais soll im optimalen Abreifestadium mit ca. 32 bis 35 Prozent Trockensubstanzgehalt (TS-Gehalt) im Erntegut gehäckselt werden. Die Kolben weisen zum jetzigen Zeitpunkt etwa einen TS-Gehalt von ca. 55 bis 60 Prozent auf.

Kolben sind deutlich gereift

In der letzten Woche wurden wieder Proben aus den Versuchen zur Reifeprüfung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen genommen. Bei dieser zweiten Beprobung zeigte sich der Witterungseinfluss auf die gemessenen Trockensubstanzgehalte. Vor der ersten Beprobung am 21. August lagen einige sehr warme Tage mit zum Teil über 35 Grad Celsius, wodurch die Pflanzen relativ wenig Feuchtigkeit gespeichert hatten.
 
In den Tagen vor der zweiten Beprobung am 28. August herrschten gemäßigte sommerliche Temperaturen mit einzelnen Schauern. Diese Niederschläge wurden vom Mais gut aufgenommen und die Feuchtegehalte in der Restpflanze stiegen wieder an, während der Kolben zum Teil sehr deutlich weitergereift ist.
Steigerungen von bis zu 10 Prozent TS wurden hier erreicht.

Den optimmalen Erntezeitpunkt bestimmen

Über die letzten vier bis sechs Wochen vor der Ernte sind TS-Steigerungen im Kolben von ungefähr einem Prozent pro Tag normal. In der Gesamtpflanze nimmt der TS-Gehalt etwa zwei bis drei Prozent pro Woche zu. Somit lässt sich der Fortgang der Abreife und damit der optimale Erntezeitpunkt recht gut voraussagen. Die letzten Beprobungen haben hierbei keine großen Änderungen für die Reifeprognose ergeben.
 
  • In der Region Nord wurden am 28. August TS-Werte in der Gesamtpflanze von circa 23 Prozent bei frühen Sorten erreicht. Der optimale Erntetermin dürfte damit bei normalem Reifefortschritt in der letzten Septemberwoche erreicht werden. Im mittelfrühen Sortiment lagen die Werte nur einen Prozentpunkt niedriger. Die mittelspäten Sorten lagen noch bei knapp 20 Prozent TS und werden damit wohl nicht vor Oktober die Silierreife erreichen.

  • Im Bodenklimaraum Süd wurden bislang kaum höhere Werte gemessen als in der Region Nord. Die Reifegruppen lagen in ihrem Gesamt-TS-Gehalt jeweils nur etwa ein Prozentpunkt höher. Doch die TS-Gehalte der Kolben zeigen eine physiologisch um wenige Tage weiterentwickelte Abreife. Der Erntetermin wird hier ebenfalls auch Ende September erreicht werden, wobei die mittelspäten Sorten noch bis in den Oktober stehen bleiben sollten.
  • Die Reifeentwicklung in der Region Ost ist deutlich weiter fortgeschritten als im restlichen Niedersachsen. Frühe und mittelfrühe Sorten lagen hier bereits bei knapp 25 Prozent TS im Erntegut und können damit voraussichtlich schon in der 38 Kalenderwoche geerntet werden. Langsam abreifende massenbetonte Sorten mit der Reifezahl S 250 und mittelspäte Sorten erreichen hier die Siliereife um die Monatswende, wobei Sorten ab ca. S 280 bis in den Oktober hinein weiterreifen sollten.

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