Produktion und Förderung Rheinland-Pfalz: Jetzt Anträge für Agrarumweltmaßnahmen stellen

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Mainz - Das rheinland-pfälzische Landwirtschaftsministerium hat das Antragsverfahren für Agrarumweltmaßnahmen eröffnet.

© Rosel Eckstein/pixelio Bild vergrößern
Rund eine Million Hektar werden in Deutschland ökologisch bewirtschaftet.
Bis zum 13. Juli können die Landwirte und Winzer im Land ihre Förderanträge bei den Kreisverwaltungen einreichen. Da die aktuelle Förderperiode der Europäischen Union im kommenden Jahr ausläuft, werden nach Angaben des Ministeriums Fünfjahresverpflichtungen nur für Neueinsteiger und Programmteilnehmer mit auslaufenden Verträgen im ökologischen Landbau sowie für Vertragsnaturschutzmaßnahmen, die Anlage von Saum- und Bandstrukturen, die halboffene Weidehaltung und die vielfältige Fruchtfolge angeboten.
 
Bei allen anderen Maßnahmen könnten auslaufende Verträge nur um ein Jahr bis Ende 2013 verlängert werden. Im Falle der vielfältigen Fruchtfolge und der halboffenen Weidehaltung würden bei einer Überschreitung der vorgesehenen Haushaltsmittel die Unternehmen anhand einer Prioritätenliste ausgewählt.

Vertragsnaturschutz-Programme

Laut Ministerium werden auch in Vertragsnaturschutzprogrammen für Grünland, Acker, Streuobst und Weinberg die gestellten Anträge im Falle einer Überzeichnung der Haushaltsmittel nach einer Prioritätenliste bewilligt. Dabei stünden erneut beantragte Flächen, also auslaufende Fünfjahresverpflichtungen, und Anträge von "Partnerbetrieben Naturschutz" an vorderster Stelle. In den Programmteilen "Vertragsnaturschutz Acker" rangierten Flächen in Natura-2000-Gebieten und Naturschutzgebieten in der Rangfolge ganz oben. Zu beachten sei, dass alle Flächen entsprechend der Begutachtung durch die Vertragsnaturschutzberater des Programms Agrar-Umwelt-Landschaft (PAULa) naturschutzfachlich geeignet sein müssten.

Kooperativer Naturschutz

Staatssekretär Dr. Thomas Griese vom Mainzer Agrarressort hob hervor, dass die Auflagen der Agrarumweltmaßnahmen, zu denen sich die Landwirte und Winzer verpflichteten, deutlich über die Einhaltung der guten fachlichen Praxis hinausgingen. Die Agrarumweltmaßnahmen seien ein aktiver Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und trügen dazu bei, den zunehmenden Verbraucherwünschen nach einer naturverträglichen Produktion Rechnung zu tragen. Damit stehe der Vertragsnaturschutz für eine kooperative Zusammenarbeit mit den Landwirten und für die Integration von Naturschutzbelangen in landwirtschaftliche Betriebsabläufe.

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