Getreide Sachsen: 'Hagel hinterließ teilweise heftige Schäden'

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München - Sachsens Landwirte hatten es 2011/12 mit einigen witterungsbedingten Unwägbarkeiten zu tun. Wir sprachen mit Andreas Jahnel vom sächsischen Bauernverband über den Ernteverlauf.

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Die Ernte in Sachsen ist zu etwa 60 Prozent abgeschlossen. "Der Erntestart war vielversprechend, dann kamen die Unwetter Ende Juni/Anfang Juli, sodass wir mit der Ernte kaum vorangekommen sind. Die Wintergerste ist mittlerweile zu 100 Prozent, der Winterraps zu circa 70 Prozent geerntet. Beim Winterweizen sind wir gerade noch voll dabei", sagt Andreas Jahnel vom Landesbauernverband Sachsen. "Die anderen Kulturen müssen noch gedroschen werden beziehungsweise spielen eine untergeordnete Rolle. Sie werden zwischendurch geerntet, wenn nicht solche Arbeitsspitzen anstehen."

Unwetter Anfang Juli

Der Juli begann in einigen Regionen Sachsens mit Unwettern und viel Niederschlag. Die hohen Niederschläge, vielfach verbunden mit Hagel, führten zu Schäden an den Kulturen. "Der Hagel hat teilweise sehr heftige Schäden in den Kulturen hinterlassen. Vor allem bei der Wintergerste, beim Winterweizen, beim Winterraps, teilweise auch bei der Triticale und sogar beim Mais. Es gibt fast keine Region in Sachsen die nicht davon betroffen war. Die Höhe der Schäden kann ich von meiner Seite aus nicht beziffern, die Hagelversicherung ist gerade dabei die Schäden zu summieren und zu bewerten", so Andreas Jahnel

Wintergerstenernte abgeschlossen

Die Erträge bei der Wintergerste differieren sehr stark, sie sind trotz der Schäden durch den Winter und der Frühjahrstrockenheit auf besseren Standorten noch gut. "Die Regionen, die besonders hohe Auswinterungsschäden zu verzeichnen hatten, erwirtschafteten einen Minderertrag gegenüber dem Vorjahr. Es gibt aber auch Regionen in denen die Wintergerste bessere Ergebnisse als im Vorjahr erzielt hat. Die absoluten Zahlen habe ich nicht vorliegen", sagt Jahnel.
 
Der Winterraps erreicht nach jetzigem Ergebnisstand nicht die Erträge des Vorjahres. "Wir haben etwa fünf Prozent weniger Raps als im vergangenen Jahr geerntet", erklärt Andreas Jahnel.

Maisbestände stehen gut da

Die Maisbestände stehen bisher gut da und lassen auf eine vielversprechende Ernte hoffen. "Mit den Maisbeständen können wir im Augenblick sehr zufrieden sein. Die Witterung der letzten Wochen hat ihren positiven Beitrag dazu geleistet. Wir hoffen, dass die durch den Hagel vereinzelt entstandenen Schäden, sich wieder verwachsen", sagt Andreas Jahnel.
 

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