Getreide Mit Stroh die Felder fit machen

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Nach der Getreideernte steht die Frage nach dem richtigen Strohmanagement im Raum. Viele Landwirte belassen es auf den Feldern. Doch dabei gilt es einige Dinge zu beachten.

 
Das Stroh sollten Ackerbauern am Besten auf dem Feld belassen, denn es enthält viele Nährstoffe wie Kalium und Phosphat und fördert das Bodenleben sowie die biologische Aktivität. Außerdem hat das Stroh eine humusmehrende Wirkung. Beispielsweise fallen bei einer Tonne Ernterückstände (Stroh) etwa 320 Kilogramm organischer Kohlenstoff an. Für die gewünschte Wirkung muss jedoch die Häckselqualität und Strohverteilung auf dem Feld stimmen. In den ersten Erntetagen konnte man bereits schlecht verteiltes Stroh, Strohhaufen oder Streifen hinter dem Mähdrescher auf den Feldern erkennen.

Stroh richtig zerkleinern und verteilen

Für eine gute Strohzerkleinerung und -verteilung ist die Wartung des Mähdreschers wichtig. Beispielsweise sind scharfe Messer und Finger wichtig, damit das Erntegut gleichmäßig eingezogen wird. Kurzes Stroh läßt sich besser verteilen. Außerdem spielt der Häcksler eine große Rolle. Die Häckselmesser müssen scharf und die Gegenschneiden dürfen nicht abgenutzt sein. Die Querschneide sollte im guten Zustand sein und richtig eingestellt werde.
 
Im Nachhinein kann durch den Mähdrescher schlecht verteiltes Stroh nur schwierig nachverteilt werden. Die Strohhaufen lassen sich mit Scheibeneggen oder Grubber nur schlecht einarbeiten. Die Scheibenegge "wuselt" über den Haufen und einige Grubberschare "schwaden" das Stroh. Die Folgen sind: schlechte Strohrotte, minimaler Aufgang des Ausfallgetreides, eingeschränkte Feldhygiene und so weiter.

Mit Strohstriegel nachverteilen

Für eine Nachverteilung nach dem Mähdrusch eignet sich beispielsweise ein Strohstriegel. Die Strohhaufen werden bei diagonalem Arbeiten gut auseinander gezogen und verteilt. Die anschließende Einarbeitung des Strohs hängt vom Feuchtezustand des Bodens ab. Die Arbeitstiefe und das geeignet Gerät kann der Kultur, Bodenfeuchte und Bodenstruktur angepaßt werden. Das Gerät ist zweitrangig, die Qualität der Strohverteilung und die erste Bodenbearbeitung sind wichtig.
 

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