Ernte und Transport Im Test: Die Rundballenpresse Fusion 3 Plus

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Die Redaktion des Fachmagazins traction hat sich die Rundballenpresse und Press-Wickel-Kombination von McHale näher angesehen. Das Ergebnis fällt zufriedenstellend aus.

Die Rundballenpressen und Press-Wickel-Kombinationen des irischen Herstellers McHale genießen auch in Deutschland einen guten Ruf. Seit 2013 gibt es nun die dritte Generation der Fusion, die optional auch mit Folie wickeln kann und weitere Detailüberarbeitungen aufweist.
 
Mit knapp zwei Meter (m) Breite ist die Pick-up der Fusion 3 nach wie vor nicht die breiteste am Markt, reicht aber unter den meisten Bedingungen völlig aus. Neben der werksseitig lieferbaren fünfreihigen Version ist exklusiv über den Vertrieb von Tobias Häußer auch eine sechsreihige Variante lieferbar, mit der die Gutaufnahme vor allem in kurzem und nassem Erntegut deutlich besser sein soll.

Gleichmäßige Ballen trotz unregelmäßiger Schwade

Die Verstellung der Rechhöhe erfolgt in Stufen an den seitlichen Tasträdern, die McHale in nicht pendelbarer Ausführung liefert. Lob gibt es für den optionalen Rollenniederhalter mit Doppelwalze. Dieser sorgt für ein erstklassiges Einziehen auch unregelmäßig geformter Schwade.
 
Die Übergabe des Ernteguts von der Pick-up an den Rotor funktioniert tadellos. Dank der seitlichen Einzugsschnecken läuft es auch an den Rändern wie geschmiert.
 
Nach wie vor kommt bei der Fusion ein Spiralrotor mit drei Zinkenreihen und beidseitig verschweißten Rotorfingern zum Einsatz, dessen gemeinsamer Antrieb mit der Pick-up über die rechte Maschinenseite erfolgt. Die Überlastsicherung erfolgt per Nockenschaltkupplung der Gelenkwelle. Das Design der Abstreifer wurde zugunsten einer besseren Schnittqualität verändert. Das Erntegut wird nun an den Messern stärker vorverdichtet und kann nicht so leicht an den Messern vorbeigezogen werden.

Novität für den deutschen Markt

Für den deutschen Markt gibt es nun auch eine optionale hydraulische Messergruppenschaltung, die sich bequem über das Bedienterminal schalten lässt. Hat sich der Rotor zugesetzt, kann die Verstopfung durch hydraulisches Ausschwenken des Schneidwerksbodens behoben werden. Dabei werden gleichzeitig die Messer ein wenig ausgeschwenkt, was nochmals mehr Platz schafft - gut. Vorbildlich: Die Messerstellung wird zweifach mit Sensoren überwacht. So hat man vom Fahrersitz aus quasi immer die Schnittqualität "unter Kontrolle".
 
Nach wie vor bietet McHale die Fusion 3 nur als Festkammerpresse an (die Fusion Vario mit variabler Presskammer wurde auf der Agritechnica 2013 präsentiert). Die Ballenkammer misst 1,25 m im Durchmesser und 1,23 m in der Breite. 18 Walzen sorgen für die Rotation und Verdichtung der Ballen, wobei die stark beanspruchten Walzen (im unteren Bereich der Kammer) sogar in zwei Tonnenlagern pro Seite anstelle von nur einem Lager laufen. Das bringt Stabilität und erhöht die Lebensdauer.
 
Eine lange Lebensdauer sollen auch die selbstreinigenden Gewinde der Presswalzen gewährleisten. 

Neu: Folienbindung der Mantelfläche

Erstmals kann McHale für die Fusion 3 auch eine Folienbindung der Mantelfläche zusätzlich zur Netzbindung liefern. Mit der 1,40 m breiten Folie werden auch die Kanten der Ballen schön abgedeckt.
 
Nach dem Binden erfolgt die Übergabe an den Wickeltisch gewohnt zügig und zuverlässig. Nach dem Wickeln wird der Ballen schonend hinter der Maschine abgelegt, optional kann ein Ballenaufsteller geliefert werden.
Den vollständigen Bericht lesen Sie in traction Juli/August 2014.

Pressrekord: 149 Rundballen in einer Stunde (September 2012)

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