Recht Ukraine: Privater Flächenbesitz soll begrenzt werden

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Kiew - In einem Gesetzesentwurf soll der private Agrarland-Besitz in der Ukraine auf 100 Hektar begrenzt werden. Ausnahmen soll es für vererbte Flächen, Gemeinden und die Staatliche Bodenbank geben.

Ackerflaeche_Ost_lpix.jpg © Mühlhausen/landpixel Bild vergrößern
Im Osten sind die Preise für Agrarflächen in den letzten Jahren enorm gestiegen.
Ukrainische Bürger sollen nicht mehr als 100 Hektar landwirtschaftliche Nutzflächen besitzen dürfen. Die Einschränkung ist in einem jetzt von der Staatsagentur für Bodenressourcen veröffentlichten Gesetzesentwurf "Über den Umlauf von Agrarland " verankert.

Gegner warnen vor Verkäufen zu Schleuderpreise

Von Privatpersonen vererbte Flächen sollen davon ausgenommen werden. Keine Obergrenzen dürften auch für staatliche sowie für der Gemeinde und der künftigen Staatlichen Bodenbank gehörende Areale gelten. Der Gesetzesentwurf soll das langjährige Moratorium für Geschäfte mit landwirtschaftlichen Grundstücken aufheben und im Sommer 2013 im Parlament eingebracht werden, berichtet die ukrainische Presse. Die Gegner der freien Transaktionen mit Agrarland warnen vor Verkäufen zu Schleuderpreisen durch Besitzer, die Anteile an den Ländereien ehemaliger Kolchosen und Sowchosen halten, sowie der Bildung von Großgrundbesitzern.

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