Agrarpolitik USA: Trump zögert mit Bekanntgabe des neuen Agrarministers

Donald Trump, US-Präsident © Gage Skidmore/Flickr Bild vergrößern
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Die andauernde Zurückhaltung des designierten US-Präsidenten Donald Trump, den künftigen Landwirtschaftsminister zu benennen, sorgt zunehmend für Verstimmungen in der Agrarbranche.

Obwohl die Amtseinführung in den USA von Trump am 20. Januar ansteht, wurde bis Freitagmorgen Washingtoner Ortszeit keine Entscheidung über den zukünftigen Agrarressortchef getroffen. Als wahrscheinliche Kandidaten gelten der von mehreren Bauernverbänden bevorzugte ehemalige Vizegouverneur Kaliforniens, Abel Maldonado, sowie der deutlich ältere, ehemalige Gouverneur des Bundesstaates Georgia, Sonny Perdue. Letzterer wird als Favorit Trumps gehandelt.

Unterdessen wurden Warnungen vor administrativen Problemen laut, welche die kurzfristige Ernennung des Nachfolgers für den scheidenden Agrarressortchef Tom Vilsack mit sich bringen könnte. Das Ministerium beschäftige mehr als 100.000 Angestellte und verwalte Agrar- und Ernährungsprogramme mit einem Gesamtumfang von rund 140 Milliarden US-Dollar (134 Mrd Euro), von denen jeder einzelne Bezirk der USA betroffen sei, hieß es aus Regierungskreisen. Dazu zählten beispielsweise die Forstwirtschaft, Fleischkontrollen oder auch das Schulessen.

Insbesondere für den Fall, dass der künftige Minister keine Erfahrung in der Agrarpolitik aufweise, werde es einige Zeit in Anspruch nehmen, bis er die Amtsgeschäfte richtig führen könne.

NFU-Präsident Johnson: Landwirten fühlen sich nicht ausreichend beachtet

Auch der Präsident der National Farmers Union (NFU), Roger Johnson, meldete sich zu Wort. Viele Landwirte wunderten sich oder seien gar besorgt, dass dem Thema nicht die gewünschte Aufmerksamkeit zuteil werde, sagte Johnson. Nachdem sie wesentlich zum Wahlergebnis beigetragen hätten, fühlten sich die Landwirte und ihre Familien nun nicht ausreichend beachtet.

Der scheidende Präsident Barack Obama hatte seinen Landwirtschaftsminister nach seiner Erstwahl im November 2008 bereits am 17. Dezember ernannt; bei George W. Bush war die Kür des Agrarressortchefs trotz Verzögerungen durch Neuauszählungen am 20. Dezember 2000 erfolgt, bei Bill Clinton nach seiner ersten Wahl zum US-Präsidenten im Jahr 1992 am 24. Dezember.


Mit Material von Amerikanische Großtechnik auf dem Klostergut Winningen

Amerikanische Großtechnik auf dem Klostergut Winningen
  • Wer zur Hauptsaison in der Gegend um Aschersleben unterwegs ist, der fühlt sich in puncto Landmaschinenaufgebot nicht selten an nordamerikanische Verhältnisse erinnert. Ein Grund dafür ist der Maschinenpark vom Klostergut Winningen.

  • Der 9560 RT ist aktuell der stärkste Traktor auf dem Klostergut. Sie zieht vor allem einen 7,5 m breiten Horsch Tiger bis zu 30 cm tief durch die schweren Bördeböden.

     

  • Zur Rapsaussaat ist dieses Gespann häufig zeitgleich mit der Drillkombination auf dem gleichen Acker im Einsatz, um bei der Saatbettbereitung feuchten Boden für die Rapskörner in den Saathorizont zu holen.

  • Dann sind auf einem Feld mehr als 1.000 PS im Einsatz – das sieht man hierzulande wahrlich selten.

  • Wer den Betriebshof und die Flächen in und um Winningen besucht, bemerkt schnell, dass hier eine Marke besonders präsent ist: John Deere.

  • Neben einem 7800 gehören ein 8310 und ein 8410 ebenso dazu wie ein später gebauter 7920.

  •  Alle Maschinen stehen trotz ihres Alters gut da: Man sieht sofort, dass Maschinenpflege auf dem Klostergut kein Fremdwort ist.

  • Bei der Sätechnik setzt er auf eine 8,0 m breite Horsch Pronto SW mit Doppelscheibenscharen und einer Kurzscheibenegge als Vorwerkzeug.

  • Den vollständigen Bericht über das Klostergut Winningen lesen Sie in der traction-Ausgabe Mai/Juni 2016, die Sie hier bestellen können.