Allgemeines Warnung vor Tomatenschädling

von

Wädenswil - Ein aus Südamerika importierter Schädling von Tomatenkulturen breitet sich schnell in Europa aus. Nun ist er auch in der Schweiz entdeckt worden. Gefährdet sind hauptsächlich Gewächshauskulturen.

ft_Tomate_Birgit-Reitz-Hofm.jpg © Birgit Reitz-Hofmann/fotolia Bild vergrößern

Die Tomatenminiermotte breite sich von Südeuropa her Richtung Norden aus. Tomatenkulturen seien am häufigsten betroffen, aber auch andere Nachtschattengewächse wie Kartoffeln und Auberginen könnten befallen werden, teilte die Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil (ACW) gestern mit.

Die ausgewachsenen Raupen der Tomatenminiermotte sind 7,5 Millimeter lang. Danach werden sie zu unscheinbaren, sechs bis acht Millimeter langen, schwarz gesprenkelten Motten. Die Insekten dringen in Pflanzenorgane ein, fressen Blätter und hindern die Pflanze so in ihrem Wachstum. Das gesamte Blattwerk kann vertrocknen, befallene Früchte sind unverkäuflich. Die chemische Bekämpfung ist zu wenig effizient und es gibt noch keine zuverlässigen biologischen Bekämpfungen.

In der Schweiz seien ausschließlich Gewächshauskulturen gefährdet. Der Winter sei hier zu streng für das Überleben des Schädlings im Freien. Deshalb könne sich das Insekt wohl nur saisonal festsetzen, so die Forschungsanstalt. Eingeführt wird es durch den Import von befallenen Jungpflanzen und Früchten. (lid)

Schlagwörter