Getreide Weniger Getreide aus Frankreich für den EU-Markt

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Paris - Frankreich wird im laufenden Wirtschaftsjahr 2012/2013 voraussichtlich weniger Weizen und Gerste in andere EU-Staaten liefern als zunächst gedacht.

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Wie die Agrarbehörde FranceAgriMer in der vergangenen Woche bekannt gab, wurden die aktuellen Exportschätzungen nach unten korrigiert. Im Januar 2013 rechneten die Marktanalysten noch mit einem Ausfuhrvolumen von 7,14 Millionen Tonnen Weichweizen in die Partnerländer; nun wurde diese Schätzung um 260.000 Tonnen oder 3,6 Prozent auf knapp 6,88 Millionen Tonnen gekürzt.

Weizen: Preis im Vergleich zur US-Ware zu hoch

Im Wirtschaftsjahr 2011/12 waren laut FranceAgriMer noch 7,50 Millionen Tonnen französischer Weichweizen in die EU-Staaten verkauft worden. Der Getreidemarktspezialist der Agrarbehörde, Xavier Rousselin, nannte den um rund 20 Dollar/Tonne (15 Euro/Tonne) höheren Preis für französischen Weizen im Vergleich zur US-Ware als einen wichtigen Grund für die Reduzierung der Ausfuhrerwartung.

Gerste: Schätzung der Ausfuhrmenge gesenkt

Für Gerste wurde die Vorausschätzung der für den EU-Markt bestimmten Mengen ebenfalls gesenkt. Gegenüber der Einschätzung zu Jahresbeginn wird die voraussichtliche Ausfuhrmenge in die EU-Mitgliedsstaaten nun auf 3,75 Millionen Tonnen veranschlagt, das sind 110.000 Tonnen weniger als im Januar.
Im Gegenzug hat FranceAgriMer jedoch die Prognose für die Drittlandsexporte um 150.000 Tonnen angehoben und rechnet nun mit einem Ausfuhrvolumen von 1,6 Millionen Tonnen Gerste. Größere Chancen für ihren Absatz am Weltmarkt sehen die Franzosen aufgrund der schlechteren Qualität und Wettbewerbsfähigkeit von argentinischen Herkünften.
 

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