Aus der Wirtschaft Zollunion: Importregeln nur leicht geändert

von

Moskau - Die Zollunionsländer dürfen 2014 rund 1,53 Millionen Tonnen Fleisch aus nicht GUS-Ländern zu ermäßigten Zollsätzen importieren. Nach Russland dürfen 570.000 Tonnen Rindfleisch exportiert werden.

Schlachthof.jpg © Udo Böhlefeld/pixelio.de Bild vergrößern
Rund ein Prozent der geschlachteten Kühe waren laut Erhebung trächtig.
In die Zollunionsländer Russland, Weißrussland und Kasachstan dürfen 2014 insgesamt rund 1,53 Millionen Tonnen Fleisch aus nicht zur Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) gehörenden Ländern zu ermäßigten Zollsätzen beziehungsweise zollfrei importiert werden. Die von der Eurasischen Wirtschaftskommission (EWK) für Russland festgesetzten Tarifeinfuhrkontingente an Rind-, Schweine- und Geflügelfleisch wurden gegenüber 2013 nicht verändert.

570.000 Tonnen Rindfleisch nach Russland erlaubt

Für Rindfleisch beläuft sich die Importquote auf 530.000 Tonnen gefrorene sowie 40.000 Tonnen frische und gekühlte Ware. Darüber hinaus dürfen die russischen Importeure auch dieses Jahr 430.000 Tonnen Schweinefleisch einschließlich einer Unterquote von 30.000 Tonnen für Teilstücke sowie insgesamt 364.000 Tonnen Geflügelfleisch, darunter 350.000 Tonnen Hähnchen- und 14.000 Tonnen Putenfleisch, zu vergünstigten Konditionen aus Drittstaaten beziehen.

Tarifkontingente nach Kasachstan unverändert

Praktisch unverändert gegenüber 2013 blieben mit 15.300 Tonnen beziehungsweise 9.700 Tonnen die Tarifkontingente für die Einfuhr von Rind- und Schweinefleisch nach Kasachstan, während das für Geflügelfleisch um 10.000 Tonnen auf 110.000 Tonnen aufgestockt worden ist. Weißrussland erhielt wie schon im Vorjahr ein Tarifkontingent über 10.900 Tonnne für den Bezug von Geflügelfleisch aus Nicht-GUS-Ländern zugesprochen, während das für Schweinefleisch von 47.200 Tonnen auf 20.000 Tonnen herabgesetzt wurde.

Minsk lehnt Tarifkontingent für Rindfleisch erneut ab

Bereits 2013 hatte die EWK den Antrag der Minsker Regierung auf ein Tarifkontingent für Rindfleisch abgelehnt und dem für Schweinefleisch nur zu weniger als der Hälfte entsprochen. Begründet wurde dies damit, dass ein deutlicher Teil der weißrussischen Fleischerzeugung in die Zollunionspartner exportiert wird. Allerdings wurde für 2014 die Möglichkeit vorgesehen, das weißrussische Jahrestarifkontingent für die Importe von Schweinefleisch auf 40.000 Tonnen zu verdoppeln, falls es im ersten Halbjahr schon zu 70 Prozent und mehr ausgeschöpft wird.

Zollsätze unterschiedlich

Der Regelimportzoll auf Rindfleisch beträgt 50 Prozent, aber mindestens ein Euro pro Kilogramm, während hier für Mengen im Rahmen der Kontingente eine Abgabe von 15 Prozent erhoben wird. Die entsprechenden Zollsätze für Schweinefleisch belaufen sich auf 65 Prozent und Null Prozent, die für Geflügelfleisch auf 80 Prozent und 25 Prozent bei Mindestbeträgen von 0,7 Euro pro Kilogramm beziehungsweise 0,2 Euro pro Kilogramm.

Russland - Im Land der gelben Riesen

Schlagwörter