Biogas Zuckerrüben: Ein gutes Gärsubstrat

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Oldenburg - Durch ihren hohen Zuckeranteil enthalten Zuckerrüben viel Energie. Dadurch können sie das Angebot an Gärsubstraten für die Biogasgewinnung sinnvoll ergänzen.

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Umstrittene Produktionsabgabe: 295 Millionen Euro sollen die europäischen Zucker- und Rübenerzeuger zurückerstattet bekommen.
Auch die Methanausbeute kann sich sehen lassen, informiert die Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Nach bisherigen Erfahrungen aus der Praxis lasse sich schon mit einem Rübenanteil von 20 bis 30 Prozent (%) im Gärsubstrat der Methangehalt im Biogas um zwei Prozent steigern. Daneben werde das Substrat dank der zügigen und hohen Abbaurate insgesamt rührfähiger, was den Strombedarf für die Rührtechnik der Anlage reduziere. Schließlich greife die Zuckerrübe als niedrig wachsende Kultur vergleichsweise wenig in das Landschaftsbild ein.

Rübe in niedersächsischen Biogasanlagen 'kein Neuling'

Wie die Kammer berichtete, ist die Rübe als Biogassubstrat in Niedersachsen "kein Neuling". In den klassischen Anbaugebieten finde schon heute ein Teil der Zuckerrüben den Weg in den Fermenter. Das betreffe vor allem die über die vertraglich vereinbarte Menge hinaus geernteten "Überrüben", aber auch kleinere, gezielt für die Biogasgewinnung angebaute Rübenmengen. In Gebieten wie zum Beispiel dem Emsland, in denen die Zuckerrübe derzeit keine Rolle spiele, werde über ihren Anbau als Energiepflanze nachgedacht.
 
Kammerangaben zufolge ist in Deutschland bislang der Mais die mit Abstand wichtigste Energiepflanze, wenn es um die Erzeugung von Biogas geht. Mais mache 88 % an den pflanzlichen Gärsubstraten aus. Das sei auch auf dem Acker zu sehen, betonte die Kammer. Der Maisanteil an der Gesamtfläche habe in den vergangenen Jahren kontinuierlich zugenommen. In Niedersachsen werde gegenwärtig auf einem Drittel der Ackerfläche Mais angebaut. Hiervon jeder dritte Hektar sei sogenannter Energiemais.
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