Greening Zwischenfrüchte anbauen: Regeln und zulässige Arten

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Wer beim Greening auf die Aussat von Zwischenfrüchten setzt, muss einiges beachten. Zum einen zählt die richtige Sorte (oder Mischung), zum anderen gibt es Regeln, die Sie einhalten müssen. Ein Überblick.

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Klatschmohn in einem blühenden Erbsenbestand. Futtererbsen können als Zwischenfruchtsorte angerechnet werden.
Wer Zwischenfrüchte anbaut, Kulturpflanzen auf einer Gründecke sät oder Gras als Untersaat für die Hauptkultur verwendet, kann sich diese Flächen auf's Greening anrechnen lassen.
 
Der Gewichtungsfaktor ist 0,3 - sprich ein Hektar Fläche wird als 0,3 Hektar ökologische Vorrangfläche angerechnet.

Kulturpflanzenmischungen

Bei der Ansaat von Kulturpflanzenmischungen müssen Sie darauf achten, dass diese aus mindestens zwei vordefinierten Arten besteht. Welche Arten das sind, lesen Sie hier ...
 
Zudem muss auf folgendes geachtet werden:
  • Keine Art darf einen höheren Anteil als 60 % der Samen der Mischung haben.
  • Der Anteil von Gräsern an den Samen der Kulturpflanzenmischung darf nicht mehr als 60 % betragen.
Bei den Kulturpflanzenmischungen kann der Betriebsinhaber einerseits die von den Saatzuchtunternehmen angebotenen Saatgutmischungen für den Anbau von Zwischenfrüchten auf ökologischen Vorrangflächen verwenden. Alternativ kann er selbst die entsprechenden Kulturpflanzenmischungen herstellen.
 
In jedem Fall sind entsprechende Belege und Nachweise vorzuhalten. 
 
Ein Zwischenfruchtanbau liegt nur dann vor, wenn der Kulturpflanzenmischung im Folgejahr eine Hauptkultur folgt.
 

Grasuntersaaten

Für die Grasuntersaaten in einer Hauptkultur gibt es keine Vorgaben bezüglich der zu verwendenden Grasarten. Es dürfen aber nur Grassamen verwendet werden. Die Untersaat einer Kleegrasmischung ist daher nicht zulässig.
 
Bei Grasuntersaaten ist im Folgejahr oder in den Folgejahren eine weitere Nutzung als Hauptkultur (zum Beispiel zur Grassamenvermehrung) möglich. Verbleibt die Grasuntersaat im Folgejahr auf der Fläche, kann sie nicht mehr als Zwischenfrucht oder Grasuntersaat auf die ökologische Vorrangfläche angerechnet werden. 

Diese Anforderungen müssen Sie beachten

Bei Flächen mit Zwischenfruchtanbau oder Gründecke sind folgende Anforderungen einzuhalten:
  • Die Aussaat der Kulturpflanzenmischung darf nicht vor dem 16. Juli und nicht nach dem 1. Oktober des jeweiligen Antragsjahres erfolgen. Diese Fristen gelten nicht für die Grasuntersaaten, die in eine Hauptkultur ausgesät werden.
  • Im Antragsjahr dürfen nach der Ernte der Vorkultur weder chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel noch mineralische Stickstoffdüngemittel noch Klärschlamm eingesetzt werden. Die Ausbringung von organischem Wirtschaftsdünger ist dagegen zulässig.
  • Im Antragsjahr dürfen die Flächen nur durch eine Beweidung mit Schafen oder Ziegen genutzt werden.
  • Im Rahmen einer CC-Vorschrift wird darüber hinaus geregelt, dass der Bewuchs bis zum 15. Februar des auf das Antragsjahr folgenden Kalenderjahres auf der Fläche verbleiben muss. Die Länder können diese Frist durch Rechtsverordnung unter bestimmten Voraussetzungen für einige Gebiete verkürzen, jedoch maximal auf den 15. Januar. Ein Häckseln, Walzen oder Schlegeln des Aufwuchses ist ebenso wie eine Beweidung zulässig.
  • Nach diesem Datum, das heißt in der Regel nach dem 15. Februar, ist grundsätzlich jede Nutzung des Aufwuchses möglich.

Zwischenfruchtanbau: Diese Arten sind zulässig


Es gibt neun Gräser, die greening-fähig sind und sich somit für den Zwischenfruchtanbau empfehlen. Hier zeigen wir Ihnen eine erste Auswahl davon, weitere werden folgen.

Diese Zwischenfrucht-Gräser sind greeningfähig
  • Knaulgras (Dactylis glomerata). Foto: hapo/landpixel
  • Mohrenhirse (Sorghum bicolor). Foto: Daniel Georg Döhne/CC-BY-SA-3.0 wikimedia)
  • Rauhafer (Avena strigosa). Foto: C. Mühlhausen/landpixel
  • Sudangras/Sudanhirse (Sorghum sudanense). Foto: Markus Hagenlocher/CC-BY-SA-3.0 wikimedia)
  • Welsches Weidelgras (Lolium multiflorum). Foto: hapo/landpixel
  • Ähren des Bastard-Weidelgrases (Lolium x boucheanum). Foto: www.pflanzenkrankheiten.ch
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