Samstag, 26.05.2012
Fünf Fragen an ... - Nicola Lemken
In unserer Reihe "Fünf Fragen an..." stellen wir Ihnen interessante Menschen vor. Heute: Nicola Lemken, Gesellschafterin der Lemken GmbH & Co. KG in Alpen.
Nicola Lemken, Gesellschafterin der Lemken GmbH & Co. KG in Alpen.
Steckbrief
Nicola Lemken, geboren 1971, sammelte nach ihrem Betriebswirtschaftsstudium an der Universität Münster und Berufspraxis bei Bayer in Leverkusen Erfahrungen bei mehreren mittelständischen Landmaschinenherstellern und in der landwirtschaftlichen Praxis, bevor sie 2001 in das Familienunternehmen Lemken eintrat. Zu ihren ersten Projekten gehörte der Bau des neuen Schulungs- und Verwaltungsgebäudes. Von 2004 bis 2011 verantwortete sie außerdem die Öffentlichkeitsarbeit des Landmaschinenspezialisten. Als zweifache Mutter agiert sie heute, zusammen mit ihrem Vater, als Gesellschafterin des Unternehmens.
1. Wann erfolgte die "Initialzündung" zum Einstieg ins elterliche Unternehmen?
Auch wenn ich schon als Kind mit dem Trettraktor durch unsere Straße
gefahren bin, kam die konkrete „Zündung" erst, nachdem ich wusste, dass
ich auf eigenen Füßen gestanden und eine Arbeitsstelle außerhalb des
Unternehmens innehatte. Beim Praktikum auf einem rheinischen
Ackerbaubetrieb, wo ich dann auf dem Traktorsitz sitzen und einen
schönen Pflug durch die Erde ziehen konnte, war dann sehr schnell die
Lust auf die Landwirtschaft und die dazugehörige Technik geweckt. Heute
bin ich stolz auf unsere Familientradition und vor allem auf unsere
Mitarbeiter, die sich dafür einsetzen.
2. Was fällt Ihnen spontan zur Farbe blau ein?
Himmel, Urlaub, hervorragende Technik. Also lauter schöne Dinge.
3. Was muss sich ändern, damit auch qualifizierte Mütter in Teil- oder Vollzeit adäquate Stellen finden?
Die Bereitschaft muss da sein, Müttern bei der Organisation und mit den
Arbeitszeiten flexibel entgegenzukommen. Wenn in einem Unternehmen die
Kultur so geprägt ist, dass die Leistung und nicht die Anwesenheit im
Vordergrund steht und auch Männer mal früher nach Hause gehen dürfen,
wenn etwas mit der Familie ist, dann ist schon viel gewonnen. Wir
bemühen uns bei Lemken, jedem Mitarbeiter möglichst individuell zu
helfen, seine Arbeit vernünftig leisten zu können.
4. Bitte den Satz vollenden: Mittelständische Familienunternehmen sind…
... schneller, netter und spontaner, denn das Bauchgefühl und der gute Draht
zu den Mitarbeitern sind hier maßgeblicher als das Reporting.
5. Was ist Ihre Lieblingslektüre?
Technische Datenblätter zugegebenermaßen etwas weniger, gute
Testberichte zu unseren Maschinen am liebsten. Um zuhause zu entspannen,
hilft mir ein spannender Krimi aber noch besser, denn dort geht es wie
bei der Arbeit um psychologisches Feingefühl und den richtigen Riecher.
Angelika Sontheimer, Freie Agrarjournalistin
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