Hannover - Viele Höfer stehen ohne Nachfolger da. Vor allem kleine Betrieben gehen aufgrund des Strukturwandels in eine ungewisse Zukunft.
Die Stimmung ist bei den Landwirten gut, wie das DBV-Konjunkturbarometer zeigt.
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Der Strukturwandel in der Landwirtschaft hält unvermindert an. Neben wirtschaftlichen Gründen ist häufig die fehlende Hofnachfolge Grund für die Aufgabe der landwirtschaftlichen Betriebe. Bei nahezu zwei Dritteln der 26.000 als Einzelunternehmen geführten niedersächsischen Betriebe mit einem Betriebsleiter über 45 Jahren ist die Hofnachfolge ungeklärt, so die Landwirtschaftskammer Niedersachsen.
Wie die Landwirtschaftszählung 2010 des Landesbetriebs für Statistik und
Kommunikationstechnologie belegt, können von den rund 16.000
niedersächsischen Haupterwerbsbetrieben nur 6.000 sicher mit einer
Hofnachfolge rechnen.
Bei den Nebenerwerbsbetrieben sieht es noch
ungünstiger aus: Von knapp 10.000 Betriebsleitern wissen heute nur knapp
2.000, wer den Betrieb später übernehmen wird.
Übernahmewahrscheinlichkeit von Betriebsgröße abhängig
Die Sicherheit bei der Hofnachfolge wächst mit zunehmender
Betriebsgröße. Während bei den niedersächsischen Haupterwerbsbetrieben
mit weniger als 50 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche lediglich
bei 23 Prozent die Hofnachfolge gesichert erscheint, ist dies bei den
über 50 Hektar großen Betrieben immerhin zu 47 Prozent der Fall. In
diesen Betrieben wird noch am ehesten ein Einkommen erwirtschaftet, das
ein bis zwei Familien ernährt.
Veredlungsbetriebe haben die besten Aussichten
Vergleicht man die Nachfolgesituation bei unterschiedlichen
betriebswirtschaftlichen Ausrichtungen, so ergibt sich für
Veredelungsbetriebe im Haupterwerb die günstigste Voraussetzung für eine
spätere Betriebsübergabe. Hier hat jeder zweite Betriebsleiter einen
Nachfolger, während dies in den Bereichen Ackerbau, Gartenbau und
Futterbau nur für jeden dritten Betriebsinhaber gilt.
Statistisch ist der typische Hofnachfolger auf den größeren Betrieben
männlich, 15 bis 35 Jahre alt, hat überwiegend eine landwirtschaftliche
Ausbildung und arbeitet bereits gelegentlich oder ständig mit auf dem
Hof.