Samstag, 26.05.2012
Niedersachsen: Mehr Kontrolle bei Wirtschaftsdüngern
Hannover - Für die Aufnahme, den Transport und die Abgabe von Wirtschaftsdüngern sowie Gärresten wird es künftig in Niedersachsen zusätzliche, verbindliche Regelungen geben.
Niedersachsens Landwirtschaftsminister Gert Lindemann will mehr Kontrolle bei Wirtschaftsdüngern.
© landpixel
Das hat der niedersächsische Landwirtschaftsminister Gert Lindemann angekündigt. Es wird erwartet, dass die neuen Regeln unter anderem Aufzeichnungs- und Meldefristen festschreiben.
Die Überwachung dieser neuen geplanten Regelungen soll die Landwirtschaftskammer übernehmen.
Grenzübergreifende Nährstoffströme erfassen
Dem Minister ist es bei dieser Neuregelung besonders wichtig, dass
auch die grenzübergreifenden Nährstoffströme erfasst werden. Als
Beispiel dafür nannte er den Wirtschaftsdünger aus den Niederlanden.
"Niedersachsen als eines der Bundesländer mit einer hohen Viehdichte und
einer großen Anzahl von Biogasanlagen in einigen Regionen hat eine
besondere Verantwortung. Wir wollen deshalb hier beispielhaft
vorangehen", so Lindemann.
Auch vor dem Hintergrund der
europäischen Wasserrahmenrichtlinie ist die Neuregelung von Nöten, war
weiter aus dem Landwirtschaftsministerium in Hannover zu hören. Gerade
wurde wieder in Regionen mit vielen Biogasanlagen, wie zum Beispiel in
der Nähe des Wasserwerks Thülsfelde, ein Anstieg des Nitratgehaltes im
Grundwasser festgestellt.
ISN: Mehr Arbeit für die Schweinehalter
Eine neue Regelung würde dem zwar entgegen wirken, aber den
Schweinehaltern mehr Arbeit abverlangen, und das obwohl die
Biogasanlagen die Hauptursache dieses erneuten Nitratwertanstiegs sind,
kritsiert die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands
(ISN).
Neben dem Mehraufwand wegen der zusätzlichen Protokollierung, könnten
die geplanten Überwachungen und Überprüfungen der
Nährstoffverwertungsmöglichkeiten bei Stallneubauten zu einem Problem
für die Schweinehalter werden.
Der bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner will Klein-Biogasanlagen besser fördern. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Podcast. anhören ...
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