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[ » ah nachrichten für die Landwirschaft » Pflanze » Allgemeines » nu-agrar-01-06-11 ]
Samstag, 26.05.2012
Allgemeines | 01.06.2011 Redaktion agrarheute.com

Maximalen Zucker in die Rübe

Bis maximal 14 Tage nach der Blüte können Sie im Weizen durch eine Düngung auf Fahnenblatt und Ähre Proteingehalt und Eiweißqualität positiv beeinflussen. Auch die Zuckerrübe will jetzt behandelt werden.

Video: Trockenstress im Winterweizen

 
Weizen: N-Ährendüngung mit Harnstoff
 
Eiweiß wird innerhalb der ersten vier Wochen nach der Befruchtung ins Korn eingelagert. Bis etwa 10 bis 14 Tage nach der Blüte ist es somit möglich, durch eine Düngung auf Fahnenblatt und Ähre den Proteingehalt und die Eiweißqualität positiv zu beeinflussen. Am besten eignet sich dazu der Harnstoff als Amid-Stickstoff, der sofort in Aminosäuren eingebaut werden kann. Zur Unterstützung der Proteinsynthese sollte der Harnstoff mit SSA gemischt werden.
 
Auch mit AHL ist die Ährendüngung möglich. Allerdings ist das Ätzrisiko höher, vor allem aber muss der NO3-Anteil erst in NH4-N und dann in Amidstickstoff reduziert werden, bevor er in Aminosäuren eingebaut wird. Der Bestand darf auf keinen Fall feucht sein und das Mischungsverhältnis von AHL zu Wasser sollte idealer Weise 1 : 5 betragen. Auf Trocken-, beziehungsweise Mangelstandorten sollte zudem die Versorgung mit den an der Eiweißbildung beteiligten Elementen Kali, Zink und Kupfer sichergestellt werden. Die Kombination der Blattdüngung mit Fungiziden oder Insektiziden verstärkt das Ätzrisiko und sollte vermieden werden. Ausnahme ist die Kombination mit Kontakt-Fungiziden.

Zuckerrüben: Blattdüngung im 8- bis 10-Blattstadium

Wenn die Zuckerrüben acht bis zehn Blätter voll ausgebildet haben, haben sie die ersten 12 bis 14 Blätter angelegt, die später die Hauptlast der Assimilation tragen und möglichst lange erhalten bleiben sollen. Fallen die älteren Blätter vorzeitig aus - durch Trockenheit, Nährstoffmangel oder Krankheiten -, treiben die Rüben aus den bereits im Rübenkörper eingelagerten Assimilaten neue Blätter nach. Damit wird in jedem Fall der Zuckergehalt herabgesetzt, bei begrenzter Wachstumsdauer (Frührodung) auch der Ertrag begrenzt.
 
Die höchsten Zuckererträge mit den geringsten Ausbeute-Verlusten werden erzielt, wenn die Zuckerrüben ohne Blattwechsel zur Ernte kommen. Vorzeitige Blattverluste können durch die gezielte Verzögerung der Alterung der Blätter durch Stimulierung der Cytokinin-Aktivität verhindert werden. Das ist möglich durch die Blattdüngung mit N (+ P) und Bittersalz. Durch die Blattdüngung mit Bittersalz wird zudem die Anfälligkeit der Rüben gegen Cercospora und Ramularia herabgesetzt.
 
Die zusätzliche Blattdüngung mit Mangan vermindert auch das übermäßige Blattwachstum. Zu große, lappige Blätter, die wiederum schneller altern, sind die Folge eines erhöhten Auxinpegels. Mit dem Mangan als Bestandteil der Auxin-Oxidase wird der Auxinpegel herabgesetzt. Die kleineren, kompakten Blätter welken langsamer und bleiben länger assimilationsfähig.
 
Auch (latenter) Bormangel, der nicht in jedem Fall zur Herz- und Trockenfäule führen muss, führt zu einem verstärkten Blattneuaustrieb, wenn nach einer Trockenphase Regen fällt.
 
Einen wesentlichen Beitrag zur Verzögerung der Seneszenz können Fungizide leisten, die in den Phytohormonhaushalt eingreifen und somit die vorzeitige Blattalterung unterbinden. Versteckt sitzende Blattläuse werden durch Kontaktwirkstoffen nicht erfasst. Deshalb ist die Zumischung eines Insektizides mit Dampfphase erforderlich.
nu agrar
Fachbeitrag zum Thema:
Redaktion Joule Mehr Abwechslung aufs Feld Zuckerrüben in der Biogasanlage
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